Wirtschaft : Frist für Klagen gegen Telekom läuft aus

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(vis). Kurz vor Ende der Verjährungsfrist ist die Zahl der TelekomAktionäre, die den Konzern auf Schadenersatz verklagen, weiter angestiegen. Am Freitag reichte die Wiesbadener Kanzlei Doerr Kühn Plück & Thoeren Prospekthaftungsklagen von weiteren 2610 Klägern beim Landgericht Frankfurt ein. Am Montag, wenn die Frist endet, sollen noch einmal 1500 Kläger hinzukommen. Die Anwälte werfen der Telekom vor, im Prospekt zum dritten Börsengang im Jahr 2000 falsche Angaben gemacht zu haben. Die Leiterin der ÖRA (siehe Lexikon) in Hamburg, Monika Hartges, berichtete unterdessen, dass bei der Vergleichsstelle inzwischen 3000 korrekte Güteanträge eingegangen seien. Die Telekom hatte zwar mitgeteilt, dass sie einen Vergleich ausschließt. Die Anleger hoffen aber, Zeit zu gewinnen. Denn bis zu sechs Monaten nach Ende des Schiedsstellenverfahrens können T-Aktionäre noch klagen. Bis dahin könnte auch die Staatsanwaltschaft Bonn erste Ergebnisse ihrer Ermittlungen gegen die Telekom vorgelegt haben.

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