Wirtschaft : Früherer Flowtex-Chef vor Gericht erfolgreich

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Karlsruhe (ukn). Im größten Betrugsprozess der bundesrepublikanischen Geschichte gegen das Flowtex-Unternehmen muss das Strafmaß gegen den ehemaligen Firmenchef Manfred Schmider neu festgesetzt werden. Nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe machte das Landgericht Mannheim bei der Entscheidung einen schwerwiegenden Verfahrensfehler. Da Schmider nur gegen seine 12-jährige Freiheitsstrafe Revision einlegte, den Schuldspruch wegen vielfachen Betrugs aber akzeptierte, muss nur das Strafmaß neu festgesetzt werden. Schmider war unter anderem wegen Betrugs in 200 Fällen verurteilt worden. Er hatte rund 3300 nicht vorhandene Horizontal-Bohrsysteme an Leasingfirmen verkauft. Aus den Transaktionen flossen rund 141 Millionen Euro in sein Privatvermögen (AZ: 1 StR 169/02).

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