Wirtschaft : Früheres Aus für Fonds zum Steuersparen Stichtag für Investoren bleibt der 10. November

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Berlin - Investoren, die nach dem 10. November dieses Jahres ihr Geld noch in steuerbegünstigten Fonds (Schiffs-, Medien-, Ökofonds) untergebracht haben, müssen höchst wahrscheinlich auf den erhofften steuerlichen Effekt verzichten. Grund dafür: Die Koalition von Union und SPD will das Gesetz zur Eindämmung von steuerlichen Anreizen durch so genannte Verlustfonds nicht mehr ändern. Die Hoffnung, noch in letzter Minute von dem lukrativen Steuerschlupfloch zu profitieren, hat offenbar zu einem wahren Run geführt. Wie jetzt bekannt wurde, sind zwischen dem 11. und dem 24. November Finanzanlagen in Milliardenhöhe getätigt worden. Nur die Steuerverluste aus den Investitionen in diesem Zeitraum summieren sich offenbar auf 500 Millionen Euro.

Mehrere Bundesministerien hätten bestätigt, dass der im Gesetzentwurf genannte Stichtag – 10. November 2005 – für letztmalig steuerbegünstigte Investitionen verfassungsfest sei, sagte der Finanzpolitiker Michael Meister (CDU) am Freitag. Investoren der so genannten Steuersparfonds könnten daher nicht davon ausgehen, dass im laufenden Gesetzgebungsverfahren die Stichtagsregelung bis zum 24. November, dem Tag des Kabinettsbeschlusses, verlängert wird.

Meister kündigte allerdings noch für diesen Dezember Gesetzesinitiativen an, die zu steuerlichen Erleichterungen für private Haushalte und Handwerker führen sollen. Darunter neben der Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer auch die Absetzbarkeit von Leistungen für Handwerker und Betreuung in Privathaushalten. Für Materialrechnungen und Minijobber in Haushalten sollen die Regelungen allerdings nicht gelten, sagte Meister. asi

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