Frühlingsbeginn : So werden Balkon und Garten richtig schön

Die Frühlingssonne ist tückisch. Motivieren die warmen Tage dazu, Blumen zu pflanzen und den Garten bunt zu machen, herrscht nachts oft noch Frost. Nicht nur das sollten Hobbygärtner beachten.

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Krokusse treiben schon aus - sie sind aber winterliche Temperaturen gewöhnt und überstehen frostige Nächte daher gut.
Krokusse treiben schon aus - sie sind aber winterliche Temperaturen gewöhnt und überstehen frostige Nächte daher gut.Foto: dpa

Die Sonne scheint und der Blumenfreund freut sich. Und hier erfahren Sie außerdem, wie Sie ihren Balkon oder Garten auch am schönsten zum Blühen bringen können:

Geeignete Pflanzen

Geeignet sind momentan vor allem Zwiebelblumen (z. B. Tulpen, Osterglocken, Hyazinthen). Ihre Knospen sollten beim Kauf allerdings noch nicht ganz geöffnet sein. Auch Primeln, Anemonen und Krokusse sind recht robust.

Gemischtes Beet

Stauden mit langen, dünnen Stielen und mit schmalen Blättern sollen die Bepflanzung eines Beetes auflockern. Darauf weist zumindest Helmut Stade hin, Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner (BdS) in Bonn. Er rät zu solchen Pflanzen, die mindestens doppelt so hoch werden wie die Grundbepflanzung des Beetes. Für einen kleinen Garten können zum Beispiel gut kompakt und niedrig wachsende Arten wie Storchschnabel oder Salbei mit der höheren Witwenblume 'Moon Dancè oder dem Argentinischen Eisenkraut kombiniert werden.

Bunte Blüten

Farben erzielen laut der Landschaftsarchitektin Petra Pelz auch im Garten einen bestimmten Eindruck: Die weißen Blüten etwa von Schleierkraut und Wiesenraute bringen zum Beispiel Leichtigkeit in den Garten, doch Weiß kann auch etwas sehr Edles haben. Blau und Violett wirken ihrer Meinung nach hingegen kühl, was an einem heißen Sommertag eine tolle Wirkung haben könnte. Außerdem würden diese Töne beruhigen und dem Garten eine optische Tiefe verleihen. Für große Gärten seien starke Tönen wie Rot, Orange oder Pink geeignet. Doch Vorsicht: Verschiedene Nuancen könnten sich beißen.

Erde ohne Torf

Der Umwelt zuliebe sollten Hobbygärtner laut dem Bundesumweltministerium auf Gartenerde mit Torf verzichten. Die Gewinnung von Torf würde nämlich zur Zerstörung der Moore beitragen und viele seltene Pflanzen und Kleintiere würden in der Folge ihren Lebensraum verlieren. Torf binde außerdem große Mengen des umweltschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät daher, beim Kauf auf Blumenerde mit der Aufschrift „ohne Torf“ oder „torffrei“ zu achten. So genannte Bioerde sei keine Alternative, da sie ebenfalls einen großen Anteil Torf enthält.

Blick auf Thermometer

Auch wenn am Tage schon Frühling herrscht, nachts behält der Winter noch die Oberhand. Dann sinken die Temperaturen wieder stark - bis auf den Gefrierpunkt, vielerorts sind Minusgrade am Boden möglich. Wichtig für Hobbygärtner: Dieser Temperaturunterschied kann vielen frostempfindlichen Pflanzen schaden.

Vorsicht beim Säen

Samen, die nicht so schnell keimen wie zum Beispiel Kartoffelsamen können schon jetzt gesät werden. Mit Samen, bei denen es schneller geht, sollte noch etwas gewartet werden. Sie könnten nämlich dem genannten Nachtfrost zum Opfer fallen.

Kräuter umtopfen

Kräuter im Topf müssen nicht gleich abgeerntet werden, Hobbygärtner können sie auch weiterwachsen lassen. Dafür sollten die Gewächse allerdings schnell umgetopft werden, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Denn Kräuter im Topf aus dem Supermarkt sind eigentlich zum schnellen Verbrauch gedacht und stehen in kleinen Gefäßen mit wenig Erde.(mit dpa)

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