Wirtschaft : Führungskrise bei MG spitzt sich zu

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Frankfurt am Main Der Aufsichtsrat des Maschinen- und Anlagenbauers MG Technologies hat Berichte über einen anstehenden Führungswechsel zurückgewiesen. „In der heutigen Aufsichtsratssitzung hat es außer der Ernennung von Herrn Peter Schenk zum Vorstandsmitglied der MG Technologies keine weiteren Beschlüsse jeglicher Art gegeben“, teilte Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Aufsichtsrats, mit.

Zuvor hatte die „Börsen-Zeitung“ berichtet, Konzernchef Udo Stark, der erst im Juni 2003 von MG-Großaktionär Otto Happel an die Spitze der einstigen Metallgesellschaft geholt wurde, müsse gehen. Darüber werde eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 25.Oktober befinden. Auch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in seiner neuesten Ausgabe, Stark müsse „nach einem bühnenreifen Machtkampf“ seinen Posten räumen. Wie die „Börsen-Zeitung“ schreibt der „Spiegel“, Stark sei am Freitag mit seinem Vorhaben gescheitert, den mit 20,7 Prozent größten Einzelaktionär Otto Happel aus dem Aufsichtsrat zu drängen.

Weil das Vertrauensverhältnis zwischen Kontrollgremium und Stark gestört sei, wolle ihn der Aufsichtsrat in 14 Tagen „aus wichtigem Grund“ abberufen, es sei denn, Stark verlasse von selbst seinen Posten.Als Nachfolger wird der „Börsen-Zeitung“ zufolge Vorstandsmitglied Jürg Oleas gehandelt, der nach dem Verkauf der Chemie-Sparte eigentlich zum Jahresende aus der MG-Führungsriege ausscheiden sollte. dpa

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