Führungspositionen : Das lange Warten auf Frau Ackermann

Die Frage, ob in der deutschen Wirtschaft eine Frau Ackermann in Sicht sei, kann Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nur verneinen. Männer dominieren nach wie vor Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen. Das geht aus ihrem Diskussionspapier hervor, das Holst am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Demnach liegt der Frauenanteil in den Top-100-Unternehmen unter einem Prozent. Holst fordert von der Politik einen verbindlichen Fahrplan, der Kontrollmechanismen etabliert und Sanktionen ermöglicht. „Nach meinen Erfahrungen ist es wichtig, Belege einzufordern, dass die Unternehmen tatsächlich nach qualifizierten Frauen suchen.“ Gabriele Thöne, früher Staatssekretärin in Berlin und heute im Vorstand des Zoologischen Gartens, sieht die Lösung in einer Quote. Um die Strukturen zu ändern, bedürfe es verbindlicher Regeln. „Frau Ackermann wird kommen, allerdings klemmt die Tür noch.“ An Frauen selbst appellierte sie: „Nicht Cinderella spielen, die entdeckt werden muss, sondern aktiv in Netzwerken und Mentoringprogrammen werden.“ Hier fänden sie die wichtigen Kontakte und Informationen, um weiterzukommen. sma

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