Führungswechsel : Technik-Vorstand Neumann wird neuer Conti-Chef

Nach der Übernahme von Continental durch die Schaeffler-Gruppe steht nun auch der neue Chef fest. Karl-Thomas Neumann folgt dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Manfred Wennemer, der nach der Übernahme zurückgetreten ist.

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Karl-Thomas Neumann -Foto: ddp

HannoverDer bisherige Technik-Vorstand des Autozulieferers Continental, Karl-Thomas Neumann, wird neuer Konzernchef. Das teilte das Unternehmen am Samstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Damit folgt der 47-Jährige dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Manfred Wennemer nach, der den Chefposten Ende August räumt.

Neumann kennt alle Aspekte in dem zukunftsträchtigen Bereich der Fahrzeugelektronik aus dem Effeff. Beim Autozulieferer Continental war der Manager bisher vor allem für die Sparten zuständig, denen große Wachstumschancen vorausgesagt werden. Neumann kam am 1. Oktober 2004 als Vorstandsmitglied zu Conti. Er übernahm den umsatzstarken Geschäftsbereich der elektronischen Systeme für Fahrzeuge - Automotive Systems. Später kamen die Sektoren Chassis & Safety (Fahrwerk und Bremsen) und Powertrain (Antriebstechnik) dazu.

Neumann stammt aus Twistringen im Landkreis Diepholz in Niedersachsen, wo er am 1.4.1961 geboren wurde. Er studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Dortmund und promovierte 1993 an der Universität Duisburg. Nach Stationen beim Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen und Systeme und bei Motorola in München und Austin/Texas kam er 1999 zunächst zum Volkswagen-Konzern in Wolfsburg, einem der wichtigsten Kunden für Conti. Er leitete dort die Elektronikforschung und konzernweite Strategie, ehe er fast sechs Jahre später zu Conti wechselte.

Die IG-Metall in Niedersachsen begrüßte die Entscheidung des Aufsichtsrates. "Mit Herrn Neumann steht ein ausgesprochen kompetenter Kenner der Autozulieferindustrie an der Spitze der Continental AG. Die IG-Metall hat Herrn Neumann in der Vergangenheit als verlässlichen und konstruktiven Gesprächspartner kennengelernt. Er hat stets die Mitbestimmung von Gewerkschaften und Betriebsräten akzeptiert. Mit der heutigen Entscheidung ist die Continental AG gut aufgestellt", sagte IG-Metall Bezirksleiter Hartmut Meine. Dies sei auch gut für die Beschäftigten. (imo/AFP/dpa)

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