Fünf Standorte betroffen : Erneut Streiks bei Amazon

Im Dauerstreit mit dem Online-Versandhändler Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erneut Streiks an fünf deutschen Standorten organisiert. Der Ausstand habe wie geplant um Mitternacht mit dem Start der Nachtschicht begonnen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Ein Transparent mit der Aufschrift "Dieser Betrieb wird bestreikt" ist am 27.10.2014 vor dem Logistik-Center des Internet-Händlers Amazon in Bad Hersfeld (Hessen) aufgespannt. Die Beschäftigten des Versandhändlers Amazon haben ihre Arbeit in Bad Hersfeld und in Leipzig mit der Nachtschicht niedergelegt.
Ein Transparent mit der Aufschrift "Dieser Betrieb wird bestreikt" ist am 27.10.2014 vor dem Logistik-Center des Internet-Händlers...Foto: dpa

Beim Versandhändler Amazon haben Beschäftigte am Montag an fünf Standorten die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren die Verteilzentren in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben bei Augsburg sowie Werne und Rheinberg (beide NRW). Das teilte ein Verdi-Sprecher im hessischen Bad Hersfeld mit. Angaben über die Zahl der Beschäftigten, die sich an den Aktionen beteiligten, gab es noch nicht.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben bis einschließlich Mittwoch zum Ende der Spätschicht zum Streik aufgerufen, in Werne soll bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht gestreikt werden.

Ende September hatte Verdi bereits fünf Amazon-Standorte bestreikt und mit Arbeitskampfmaßnahmen im wichtigen Weihnachtsgeschäft gedroht. Amazon hatte betont, die Ausstände hätten keine Auswirkungen auf die „Einhaltung des Lieferversprechens“ an die Kunden.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Streiks zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter. dpa

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