Wirtschaft : Für breitere Alterssicherung

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Die Fondsbranche will sich um eine Fortentwicklung der Investmentgesetzgebung in Deutschland und Europa kümmern. Besonders am Herzen liegen ihr, wie Horst Zirener, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Deutscher Investment-Gesellschaften (BVI), bei der Jahrespressekonferenz sagte, die Interessen der Kleinaktionäre. Bei Übernahmen von Aktiengesellschaften sei ein Pflichtangebot an alle Aktionäre spätestens dann erforderlich, wenn eine 30-Prozent-Beteiligung vorliegt. Das Pflichtangebot sei prinzipiell auf den höchsten bezahlten Preis der letzten sechs bis zwölf Monate abzustellen. Den Übernehmern billigt der BVI eine Wahlfreiheit zwischen einer Aktien- oder einer Barofferte zu. Eine Pflicht zum Barangebot sollte allerdings für alle Fälle festgeschrieben werden, in denen die im Tausch angebotenen Wertpapiere nicht liquide an einer großen Börse gehandelt werden. Bei der Alterssicherung fordert die Branche den vom Gesetzgeber akzeptierten Maßnahmenkatalog bei der betrieblichen und privaten Altersvorsorge so zu gestalten, dass jeder partizipieren kann. Beschränke man sich auf die Fortentwicklung der traditionellen Instrumente bestehe die Gefahr, dass sich nur die Sicherung für Arbeitnehmer in Großunternehmen verbessere. Der Vorsorgende soll, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind, frei entscheiden können, in welcher Form er vorsorgt.

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