Für Osteuropa : Mehr Schokolade aus Berlin

Der US-Konzern Cargill investiert Millionen in zwei Berliner Werke. Vor einem Jahr hatten die Amerikaner die Produktion in Lichtenrade und Reinickendorf übernommen.

von
Cargill will ein erstklassiges Schokoladenhaus schaffen.
Cargill will ein erstklassiges Schokoladenhaus schaffen.Foto: dpa

Der Käufer hat Wort gehalten. „Wir planen erhebliche Investitionen in Berlin, um ein erstklassiges Schokoladenhaus zu schaffen“, hatte Jos de Loor, der Leiter des Kakaogeschäfts von Cargill, im Mai vergangenen Jahres angekündigt. Nun meldet er Vollzug: Rund 20 Millionen Euro will das Unternehmen in die neu erworbenen Werke in Lichtenrade und Reinickendorf stecken. „Es entstehen zwei erstklassige Kakao- und Schokoladenfabriken, die unseren Kunden in den Bereichen Backwaren, Süßwaren und Eiskrem mit einem breiten Angebot von Schokolade, Kakaopulver, Kakaomasse und Kakaobutter bedienen“, teilte Cargill am Mittwoch mit. Cargill, 1865 gegründet, ist ein US-amerikanischer Familienkonzern mit mehr als 140.000 Mitarbeitern in 66 Ländern, davon 1700 in Deutschland.

Vor einem Jahr hatte Cargill die Kakao Verarbeitung Berlin (KVB) in Lichtenrade von der Schwartau-Gruppe gekauft. Die KVB hatte wiederum im Jahr 2003 das Reinickendorfer Werk von Hamester übernommen. An beiden Berliner Standorten sind rund 180 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit den nun anstehenden Investitionen sollen die Werke modernisiert und teilweise Kapazitäten vor allem für den osteuropäischen Markt erweitert werden. Berlin ist der wichtigste Schokoladenstandort für Cargill in Europa. Bis zu 100.000 Tonnen Kakaobohnen werden hier im Jahr verarbeitet. Erst werden die Bohnen geröstet und gemahlen und dann zu Kakaomasse verarbeitet. Aus dieser Masse entsteht dann wiederum Kakaobutter oder Pulver. Oder auch Schokolade, wenn zur Kakaomasse noch Milch und diverse andere Zutaten kommen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar