Wirtschaft : Für Pauschalreisen keine Gefahr

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Kein Geld, kein Benzin und damit keine Flüge mehr - die Zahlungsunfähigkeit der Swissair traf ihre Kunden doppelt: Nicht nur, dass sie zu Tausenden auf den Flughäfen festsaßen, von einem Moment auf den anderem war auch das Ticket wertlos und damit Geld für immer verloren. Auch der Swissair-Tochergesellschaft LTU droht das Geld auszugehen. Was wäre, wenn nun der Düsseldorfer Ferienflieger tatsächlich Konkurs anmelden müsste? "Handelt es sich um eine Pauschalreise, bei der die Düsseldorfer LTU lediglich als Beförderer auftritt, kann den Kunden nichts passieren", beruhigt Beate Wagner von der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen. In diesem Fall sei der Flugtransport ein Bestandteil des Pauschalreisevertrages und der Reiseveranstalter trage die Verantwortung. "Fällt der Flug aus, muss der Veranstalter dem Kunden einen Ersatzflug bereitstellen oder das Geld zurückbezahlen", so Christiam Zimmermann vom Arbeitskreis Selbstständige Reisebüros (ASR). Einzige Unannehmlichkeiten seien gegebenenfalls verschobene Reisezeiten.

Anders sieht die Situation hingegen bei reinen Flugbuchungen aus. "Im Fall einer Unternehmenspleite ist das Geld definitiv weg", beschreibt Rainer Noll, Mitglied des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Spezialist für Reiserecht die Rechtslage. Zwar werde nach dem Swissair-Debakel über entsprechende Gesetzesänderungen und eine Anpassung an das Pauschalreiserecht gedacht, aber das sei momentan alles noch Zukunftsmusik. Die LTU befördert zu 75 Prozent Pauschalreisende, der Rest sind Nur-Flug-Bucher.

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