Fürs Leben LERNEN (1) : Eine Versicherung abschließen

Brauchen wir Versicherungen und, wenn ja, welche? Wie finde ich die besten Konditionen für mich? Wie schließe ich eine Versicherung ab? Ein Basisratgeber und Teil 1 unserer Serie.

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Lebensversicherungen werden häufig auch zur Altersvorsorge genutzt. Die Verzinsung spielt deshalb eine besondere Rolle.
Lebensversicherungen werden häufig auch zur Altersvorsorge genutzt. Die Verzinsung spielt deshalb eine besondere Rolle.Foto: dpa

Niemand möchte, dass etwas Schlimmes passiert. Aber leider kann man so etwas nie ausschließen. Auch eine Versicherung verhindert nicht, dass man sich das Bein bricht oder einen Unfall baut. Sie sorgt aber dafür, dass man in solchen Fällen mit dem Schaden nicht allein dasitzt. Sie bezahlt den Arzt oder übernimmt die Reparatur des Autos.

Worum geht es?

Versicherungen sind Wetten. Der Kunde zahlt einen bestimmten Betrag an den Versicherer und erkauft sich damit Sicherheit. Er weiß: Wenn es zum Schaden kommt, zahle nicht ich, sondern die Versicherung. Die Versicherung hofft dagegen, dass möglichst wenig passiert. Denn je weniger passiert, desto mehr vom Geld des Versicherten kann sie behalten. Unterm Strich verdienen die Versicherungen aber immer: Da den meisten Menschen zum Glück nichts widerfährt, bleibt ein Gewinn für das Unternehmen übrig.

Wie geht es?

Man kann eine Versicherung bei einem Versicherungsvertreter abschließen oder über das Internet. Letzteres ist fast immer billiger. Die richtige Versicherung zu finden, ist aber nicht ganz leicht. Es gibt billige und teure, gute und schlechte Tarife. Deshalb sollte man sich beraten lassen. Am besten geht man zu einer Verbraucherzentrale oder liest nach, welche Versicherungen die Stiftung Warentest empfiehlt. Die testet regelmäßig die Angebote.

Brauche ich das?

Bei einigen Versicherungen hat man gar keine Wahl, weil sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Eine Krankenversicherung muss jeder haben. Die zahlt, wenn man zum Arzt muss. Wer ein Auto hat, braucht eine Haftpflichtversicherung. Die springt ein, wenn man mit seinem Wagen jemand anderen anfährt.

Alle anderen Versicherungen sind freiwillig. Hier gilt die Regel: Man muss sich vor Schäden schützen, die einen finanziell ruinieren können. Das kann eine Verletzung sein, die man einem anderen Menschen zufügt und die dafür sorgt, dass man diesem möglicherweise eine lebenslange Rente zahlen muss. Dagegen schützt eine Privathaftpflichtversicherung – für gerade einmal fünf Euro im Monat. Die Versicherung übernimmt Schäden, die man einem anderen einbrockt.

Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder haben. Die sorgt dafür, dass man auch dann Geld hat, wenn man etwa wegen einer Krankheit oder eines Unfalls nicht arbeiten kann. Eine Handyversicherung kann man sich dagegen sparen. Genauso wie eine Hochzeitsrücktrittskostenversicherung. Die bringt den oder die Ex nämlich auch nicht zurück.

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