Fürs Leben LERNEN (2) : Für das Alter vorsorgen

Wie funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung? Reicht das Geld im Alter? Was kann man schon in jungen Jahren für die Vorsorge tun? Ein Basisratgeber und Teil 2 unserer Serie.

von
Foto: dpa/Andreas Gebert

Jugend ist ein Vorrecht, das schnell alt wird, hat einst der tschechische Schriftsteller Pavel Kosorin gesagt. Weil das so ist und weil auch der oder die Jüngste einmal alt wird, ist es wichtig, schon beizeiten dafür zu sorgen, dass man im Alter genug Geld hat.

Worum geht es? So lange man arbeitet, bekommt man Geld von seinem Arbeitgeber. Das ist nötig, um Miete, Essen, Kleidung, Reisen und was sonst noch so anfällt zu bezahlen. Ab einem bestimmten Alter braucht man nicht mehr zu arbeiten und bekommt trotzdem Geld. Die wichtigste Quelle ist die gesetzliche Rentenversicherung. Viele Menschen erhalten aber noch zusätzlich Geld aus privaten Versicherungen, Betriebsrenten oder aus den Zinsen, die ihr Erspartes abwirft. Beamte beziehen ihr Ruhegeld vom Staat, das nennt man eine Pension.

Wie geht es? Die Rentenversicherung heißt nicht ohne Grund Versicherung. Wer arbeitet, zahlt jeden Monat von seinem Gehalt einen bestimmten Beitrag – derzeit sind es 18,7 Prozent – an die Rentenkasse, darum kümmert sich der Arbeitgeber. Im Gegenzug bekommt man später eine monatliche Rente. Ab wann das der Fall ist, ist unterschiedlich. Wer 2030 oder später in Rente geht, muss 67 Jahre alt sein, um die volle Rente ohne finanzielle Abzüge zu bekommen. Für Menschen, die in diesem Jahr Rentner werden, liegt die Grenze bei 65 Jahren und vier Monaten. Wer früher in Rente gehen möchte, bekommt die Rente gekürzt. Allerdings gibt es für einige Bevölkerungsgruppen Sonderregeln.

Brauche ich das? Ja, ja und nochmals ja. Die gesetzliche Rente ist wichtig, reicht aber oft nicht aus. Das Rentenniveau sinkt. Wer seinen Lebensstandard halten will, braucht daher als Rentner zusätzliche Einnahmen. Deshalb sollte man schon als junger Mensch Geld zurücklegen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Man kann regelmäßig Geld bei seiner Bank in einen Sparplan einzahlen, sich Aktien oder eine Wohnung kaufen und hoffen, dass sie an Wert gewinnen. Besser ist es aber, Sparvarianten zu wählen, bei denen der Staat Geld dazugibt – wie etwa bei „Riester“-Produkten – oder auf Steuern verzichtet, wie bei der Betriebsrente. Bei der Betriebsrente legen der Chef oder die Chefin oft noch etwas drauf. Wenn sie das tun, sollte man sich dieses Angebot sichern.

Welche Vorsorge-Optionen Sie haben, sehen Sie hier.

8 Kommentare

Neuester Kommentar