Fürs Leben lernen (6) : Sparen

Bereits Kindern wird beigebracht, nicht alles Geld auf einen Schlag auszugeben. Doch wie spart man? Und warum? Ein Basisratgeber und Teil 6 unserer Serie.

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Cleverer Sparer sind immer auf der Suche nach hohen Zinsen.
Cleverer Sparer sind immer auf der Suche nach hohen Zinsen.Foto: Imago

Deutschland ist die Nation der Sparer. Wir geben freiwillig heute weniger aus, um uns später mehr leisten zu können. Allerdings gibt es dabei einen Haken: Steigen die Preise, können wir uns in zwei Jahren nämlich von einem Euro weniger kaufen als heute. Diese Preissteigerung nennen Ökonomen Inflation. Um sie auszugleichen, legen wir unser Erspartes bei der Bank an: Dafür, dass wir ihr unser Geld überlassen, zahlt sie uns einen kleinen Betrag. Das sind die sogenannten Spar-Zinsen.

Worum geht es?

Auf dem Girokonto bekommt man in der Regel gar keine Zinsen. Daher sollte man darauf nur Geld liegen haben, das man kurzfristig braucht. Allerdings gibt es derzeit auch auf dem klassischen Sparbuch bei vielen Instituten nur sehr, sehr geringe Zinsen. Außerdem darf man von einem Sparbuch meist nur 2000 Euro pro Monat abheben. Alternativen sind Tages- und Festgeldkonten.

Wie geht es?

Beim Festgeldkonto wird das Geld für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt: Das heißt die Anleger können es in dieser Zeit nicht so einfach abheben. Dafür wird aber auch der Zins festgesetzt, so dass man von Anfang an weiß, was man am Ende bekommt. Bei einem Tagesgeldkonto kommen Kunden dagegen jederzeit an ihr Geld, im Gegenzug kann die Bank aber den Zins spontan anpassen.

Worauf muss ich achten?

Gerade ausländische Banken buhlen um das Geld deutscher Sparer. Sie bieten fürs Tagesgeld zum Beispiel über ein Prozent Zinsen und damit deutlich bessere Konditionen als viele deutsche Institute. Verbraucher, die ihr Geld bei ihnen anlegen wollen, sollten sich genau über die Bank und das entsprechende Land informieren. Denn das Geld der Sparer ist zwar innerhalb der EU pro Person und Bank bis zu einer Höhe von 100.000 Euro abgesichert. Doch kommt es zu einer landesweiten Finanzkrise, dürften die Mittel, die Banken für einen solchen Fall zurücklegen, kaum ausreichen. Daher sollten Verbraucher darauf achten, ihr Geld nur in Ländern mit einer hohen Finanzkraft (also wenig Schulden) anzulegen.

Alle Folgen der Serie finden Sie hier.

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