• Fujitsu Siemens Computer: Gemeinschaftsunternehmen investiert in Thüringen - drei Millionen PC pro Jahr geplant

Wirtschaft : Fujitsu Siemens Computer: Gemeinschaftsunternehmen investiert in Thüringen - drei Millionen PC pro Jahr geplant

Das thüringische Sömmerda hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der Zentren der Computer-Fertigung in Deutschland gemausert. Die Produktionskapazität sei jetzt auf 2,25 Millionen Personalcomputer pro Jahr ausgebaut worden, teilte die Fujitsu Siemens Computer GmbH am Freitag anlässlich des zehnjährigen Firmenjubiläums in Sömmerda mit.

Von Thüringen aus werden die Computer in rund 25 Länder geliefert. Innerhalb des im Vorjahr gegründeten Gemeinschaftsunternehmens von Fujitsu und Siemens ist das Werk auf Computer für die private Nutzung spezialisiert. 1999 waren mehr als eine Million Computer produziert worden.

Thüringen belege inzwischen europaweit eine Spitzenposition bei der Herstellung von Computern, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Roland Richwien bei dem Jubiläum. Der Aufstieg der Branche im Freistaat sei untrennbar mit dem Hersteller in Sömmerda verbunden. Etwa 500 feste Arbeitsplätze seien entstanden, sagte Richwien. In Spitzenzeiten beschäftigt die Fabrik bis zu 800 Menschen. Produziert wird an acht Montagebändern.

Dagegen war der Start im Juni 1990 bescheiden. Die ein Jahr zuvor entstandene ASI Computer GmbH (Bad Homburg) gründete eine Gemeinschaftsfirma mit dem Robotron Büromaschinenwerk Sömmerda. In gemieteten Räumen begann vor zehn Jahren mit rund 30 Mitarbeitern die Montage von Computer aus angelieferten Teilen.

Nach Investitionen in den folgenden Jahren wurde im Oktober 1993 eine neue Fabrik eröffnet, in die etwa 49 Millionen Mark flossen. Nach der Übernahme von ASI durch Fujitsu wurde Anfang 1997 erstmals die Millionen-Grenze in der PC-Fertigung erreicht. Ein Jahr später wurde in Sömmerda ein Technologiezentrum eröffnet.

Fujitsu Siemens hatte in diesem Jahr angekündigt, dass die Kapazität in Sömmerda bis Ende 2001 auf etwa drei Millionen Geräte steigen soll. Geplant sind Investitionen in Höhe von 30 Millionen Mark sowie bis zu 200 neue Stellen.

Die kleine Industriestadt war bereits in der DDR ein Zentrum der Computer-Industrie. Das Robotron-Werk, das zeitweise über 10 000 Beschäftigte hatte, war 1991 von der Treuhand stillgelegt worden. Auf dem riesigen Werksgelände entstand danach mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land ein Gewerbepark, auf dem sich kleine und mittlere Unternehmen ansiedelten.

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