Funkausstellung : Keine Krise bei der Berliner Ifa

Die Messe Berlin erwartet trotz der Wirtschaftskrise zur Internationalen Funkausstellung Ifa wieder volle Hallen unter dem Funkturm.

Corinna Visser

Berlin - In den Jahren 2007 und 2008 hatten die Ausstellerzahlen auf der Internationalen Funkausstellung Ifa jeweils Rekorde erreicht. „Das schließen wir auch für 2009 nicht aus“, sagte Messe-Geschäftsführer Christian Göke dem Tagesspiegel. Auch bei den Besuchern erwartet er keinen Schwund, so wie es ihn etwa bei der Computermesse Cebit gegeben hatte. Die Ifa habe für die Branche Signalwirkung, sagte der Chef des Branchenverbandes gfu, Rainer Hecker. „Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Erfolg der Ifa, auch in diesem Jahr wieder Konjunkturmotor zu sein.“

Die Ifa findet vom 4. bis 9. September statt. Auf der Messe, die Unterhaltungselektronik und elektrische Hausgeräte zeigt, bestellen die Händler Waren für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Die gfu erwartet eine ebenso rege Bestelltätigkeit wie im Vorjahr: „Ein Ordervolumen, das wie 2008 mehr als drei Milliarden Euro beträgt, wird sicher wieder erreicht“, sagte Hecker. Dennoch geht der Verband davon aus, dass der Markt für Unterhaltungselektronik, der sich in Deutschland in den letzten Jahren dynamisch entwickelt hatte, in diesem Jahr schrumpft. „Wir sehen den Gesamtmarkt Consumer Electronics in Deutschland für 2009 verhalten optimistisch“, sagte Hecker. „Die Prognose für 2009 liegt bei einem Rückgang von vier Prozent und bewegt sich somit weiterhin auf einem hohen Niveau von mehr als 22 Milliarden Euro.“

Der Elektronikkonzern Philips, der für das erste Quartal gerade einen Verlust von 57 Millionen Euro meldete, wird sich nach eigenen Angaben in vergleichbarer Größe wie im Vorjahr auf der Ifa präsentieren. „Der Anmeldestand ist jetzt, rund viereinhalb Monate vor dem Start der Ifa, erfreulich hoch“, sagte Hecker. Die Ausstellungsfläche ist bereits zu 99 Prozent vermietet. Alle namhaften Aussteller seien wieder dabei, sagte Messe-Geschäftsführer Göke. „Teilweise werden sogar größere Stände gebucht.“ Dabei habe die Messe an der Preisgestaltung nichts geändert. 

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