Fußball-T-Shirts : Supermarktkette Real darf DFB-Adler nicht kopieren

Zur Fußball-WM hat Real T-Shirts mit einem Adler-Logo verkauft, das dem DFB-Emblem sehr ähnlich war. Der Fußball-Bund klagte und bekam jetzt Recht.

Logo. Helene Fischer trug bei der WM-Siegesfeier am Brandenburger Tor auch das DFB-Leibchen mit Adler-Emblem.
Logo. Helene Fischer trug bei der WM-Siegesfeier am Brandenburger Tor auch das DFB-Leibchen mit Adler-Emblem.Foto: dpa

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Rechtsstreit mit der Supermarktkette Real um den Verkauf von Shirts mit dem Adler-Logo gepunktet. Das Landgericht München stellte in einer am Donnerstag vorgelegten Entscheidung “eine deutliche Ähnlichkeit“ des von Real auf Oberbekleidung verwendeten Adler-Symbols mit dem des DFB fest, eine Verletzung von Markenrechten liege vor (Aktenzeichen: 11 HKO O 10510/14). Die Metro-Tochter Real hatte anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft Shirts mit dem Adler auf der Brust und auch Auto-Fußmatten mit dem Symbol angeboten - dem DFB war dies ein Dorn im Auge. Der Verband hat sein Logo als deutsche und europäische Marke geschützt und versucht nun, Real vor Gericht ins Abseits zu stellen. Der Verband kassiert selbst für Trikots - 79,95 Euro kostet etwa ein WM-Trikot der Nationalmannschaft samt Adler im DFB-Fanshop.

Der Streit um die Markenrechte ist nicht beendet


Beendet ist der Zwist um das Adler-Logo mit der Münchener Entscheidung indes noch lange nicht. Zum einen ist diese noch nicht rechtskräftig. Zum anderen klärte die 11. Handelskammer des Landgerichts München I nicht die Frage, ob der DFB-Adler eine Nachahmung des Bundesadlers darstellt - dies müsse an anderer Stelle geklärt werden. Nach dem Markengesetz dürfe ein Zeichen nicht als Marke eingetragen werden, wenn es staatliche Hoheitszeichen wie den Bundesadler nachahmt. Ob die Marke zurecht eingetragen sei, könne “ausschließlich in einem förmlichen Löschungsverfahren vor dem zuständigen Markenamt geprüft werden“, teilte das Gericht weiter mit. Real will nach früheren Aussagen auch dies klären lassen. Der DFB sah sich durch die Entscheidung des Landgerichts bestätigt, von Real war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. rtr

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