Wirtschaft : G-8 kooperieren bei Energie

Minister fordern Liberalisierung und mehr private Investitionen MOSKAU (dpa).Mit der Forderung nach weltweiter Kooperation zur Sicherung der Energieversorgung im 21.Jahrhundert ist am Mittwoch in Moskau das erste G-8-Treffen über Energiefragen beendet worden.Minister der sieben führenden westlichen Industriestaaten und Rußlands (G-8) unterzeichneten zum Abschluß der zweitägigen Beratungen ein Memorandum.Darin wird die Sicherung einer wirtschaftlichen, sicheren und umweltfreundlichen Energieversorgung als "Eckstein für eine stabile Entwicklung der Menschheit" herausgestellt. Vor allem private Investitionen in den Energiesektor müßten verstärkt werden, sagte Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt vor Journalisten.In dem Memorandum wiesen die Minister auf die Bedeutung politischer und wirtschaftlicher Stabilität und zuverlässiger Rechtssysteme für Investitionen und eine stabile Energieversorgung hin.Experten rechnen bis zum Jahr 2020 mit Investitionen von 2000 bis 3000 Mrd.Dollar weltweit im Energiesektor. Beim Zugang zu Energietransportsystemen dürfe keine Seite diskriminiert werden, hieß es.Es dürfe keine Beschränkungen des Energiemarktes geben.Für die neuen Erdölreserven in der Region am Kaspischen Meer und für Energie aus Zentralasien müsse es einen Zugang zu den europäischen Märkten geben, sagte Rexrodt, der sich mit dem Treffen sehr zufrieden zeigte.Der amtierende russische Regierungschef und bisherige Energieminister Sergej Kirijenko sprach sich für ein einheitliches Energietransportsystem in Europa und den angrenzenden Regionen aus. Der beste Weg zur sicheren Energieversorgung sei eine Liberalisierung der Märkte, hieß es in der Erklärung weiter.Die Teilnehmer bestätigten auch ihre bereits 1996 bei einem G-8-Treffen vereinbarten Regelungen zur Atomsicherheit.Das Moskauer Treffen ging auf eine Initiative des russischen Präsidenten Boris Jelzin zurück.Die Ergebnisse sollen beim nächsten G-8-Gipfel Mitte Mai in Birmingham vorgelegt werden.

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