Gaspreis : Gasag senkt die Tarife zum 1. Juli

Der Berliner Gasversorger Gasag wird zum 1. Juli seine Preise senken – und zwar um 0,36 Cent pro Kilowattstunde, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Berlin - Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer Wohnung mit einem Jahresverbrauch von 12 000 Kilowattstunden, bedeute dies eine jährliche Ersparnis von rund 43 Euro. Bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden, der etwa in einem durchschnittlichen Einfamilien-Reihenhaus anfalle, seien es etwa 72 Euro im Jahr, rechnete die Gasag vor.

Der Konzern, der rund 78 Prozent aller Gaskunden in Berlin versorgt, hatte bereits Anfang des Jahres, als die Preise auf einem Rekordhoch lagen, mehrere Senkungen in Aussicht gestellt. Mit diesem dritten Schritt liegen die Preise dann um 17 Prozent unter denen im Winter. Am Freitag stellte die Gasag auch eine weitere Preissenkung zum Beginn der nächsten Heizperiode in Aussicht. Die Preise dürften dann wieder das Niveau von Mitte 2007 erreichen.

Eine vor gut einem Monat veröffentlichte Studie hatte mehreren großen Regionalversorgern – darunter der Gasag – vorgeworfen, dass sie ihre Preise nicht so stark senken, wie sie angesichts fallender Einkaufspreise könnten. Die Gaspreise im Großhandel orientieren sich mit drei bis sechs Monaten Verzögerung an denen für Rohöl. Die Ölpreise sind in dem relevanten Zeitraum um rund 300 Prozent gefallen. Die Gasag hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und mitgeteilt, dass ja noch weitere Schritte bis zum Winter 2009 geplant seien.

Am Freitag stellten die Gasag und die Berliner Energieagentur zudem die Ergebnisse eines Projekts vor, bei dem 450 Berliner Eigenheimbesitzer sich ein Jahr lang regelmäßig über Einsparpotenziale beraten haben lassen. Die Auswertung habe ergeben, dass die Eigentümer ihre Energiekosten um bis zu 85 Prozent drücken können, wenn sie in die Modernisierung ihrer Heizungen, die Wärmedämmung und neue Fenster und Türen investieren und zusätzlich Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung auf dem Dach installieren. kph

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