GASPROM : Regresszahlungen unwahrscheinlich

Der mehrheitlich staatseigene russische Gaskonzern Gasprom geht davon aus, dass er wegen der Unterbrechung der Gaslieferungen Anfang Januar von den Abnehmern nicht in Regress genommen werden kann. Wie Vizechef Alexander Medwedew in Berlin erklärte, liege die Verantwortung für den Lieferstopp eindeutig bei der Ukraine, die die Durchleitung des Erdgases nach Westeuropa trotz aktuell ausgehandelter, letztlich aber nicht unterschriebener Vereinbarungen schlicht verweigert habe. Die Eskalation des Gasstreits sei auf einen Machtkampf zwischen dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko und der Ministerpräsidentin Julia Timoschenko zurückzuführen. Spätestens am 6. Januar habe Gasprom seine Lieferungen nach Westeuropa in vollem Umfang wieder aufnehmen wollen, doch habe die Ukraine das Gas nicht weitergeleitet. Eon-Ruhrgas hatte zuvor angekündigt, Regressforderungen gegen Gasprom zu prüfen. -ebs-

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