Gastronomie : Umsatzminus dank Rauchverbot

Die Teuerungswelle und das Rauchverbot wirken sich auf das Gaststättengewerbe aus. Während sich die Branche insgesamt verbessern konnte, leiden die Gastwirte unter sinkenden Umsätzen.

Wiesbaden/BerlinRestaurants, Kneipen und Cafés leiden unter der Teuerungswelle und dem Rauchverbot. Im April sanken die Umsätze in dem Gewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 3,7 Prozent und real um 5,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. "Die Konsumlaune in Deutschland hat sich insgesamt eingetrübt, darunter leidet insbesondere die Gastronomie", sagte eine Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) in Berlin. Da Sprit und Lebensmittel teurer geworden sind, würden die Verbraucher vor allem am Besuch in Restaurants und Gaststätten sparen.

Neben der getrübten Konsumlaune, sieht die Branche das Problem auch beim Rauchverbot, da die Branche insgesamt, einschließlich Hotels, Kantinen und Caterer, ein Umsatzplus verbuchte, wie das Statistische Bundesamt im April berechnete. Im Vergleich zum März 2008 wurden kalender- und saisonbereinigt nominal 0,9 Prozent und real 0,6 Prozent mehr umgesetzt.

Im April konnte die Hotellerie ihren Umsatz sowohl nominal mit 4,2 Prozent als auch real mit 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Kantinen und Caterer - darunter auch die Lieferanten der Fluggesellschaften - steigerten sich um 11,4 Prozent nominal und 8,7 Prozent real. Demzufolge stellt die DEHOGA-Sprecherin fest: "Wir können schon lange nicht mehr von einer Branchenkonjunktur sprechen: Wir haben eine gespaltene Entwicklung im Gastgewerbe." (jg/dpa)

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