Wirtschaft : GE-Honeywell: Neuer Rückschlag für die Fusion

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EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti bekommt im Fusionsfall GE-Honeywell Rückendeckung von den Kartellbehörden der EU-Mitgliedstaaten. Der beratende EU-Fusionsausschuss, dem Vertreter der 15 nationalen Kartellämter angehören, teile Montis Bedenken gegen den Zusammenschluss der beiden US-Flugzeugzulieferer, hieß es in Berliner Regierungskreisen. Der Fusionsausschuss trat am Montag in Brüssel zusammen, um über den Fall GE-Honeywell zu beraten. Zuvor hatte Monti die Kartellbehörden darüber informiert, dass die von GE (General Electric) angebotenen Zugeständnisse für eine Genehmigung der 42 Milliarden Dollar teuren Honeywell-Übernahme nicht ausreichen würden. "Dieser Analyse hat sich der Ausschuss angeschlossen", hieß es. GE hatte Monti angeboten, Honeywell-Geschäftsbereiche im Wert von 2,2 Milliarden Dollar zu verkaufen.

In den vergangenen Tagen bemühte GE sich intensiv darum, die Kartellbehörden der Mitgliedstaaten gegen Monti in Stellung zu bringen. Dabei argumentierten die Amerikaner, dass eine Untersagung des Zusammenschlusses die europäisch-amerikanischen Beziehungen schwer belasten würde. Damit konnten sie die Bundesregierung und das Bundeskartellamt allerdings nicht überzeugen. "Wir sehen keinen Grund, in diesem Fall gegen Monti auf die Barrikaden zu gehen", hieß es in den Kreisen. Die anderen nationalen Kartellämter würden das genauso sehen. Der politische Druck, den GE versuchte auf die französische Regierung auszuüben, blieb also ebenfalls erfolglos.

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