Wirtschaft : Gebremste Innovation

Die Probleme in der Bildung schaden Deutschland.

Trotz milliardenteurer Investitionen leidet die Zukunftsfähigkeit Deutschlands unter den Problemen an Schulen und Universitäten. „Die größte Schwäche im deutschen Innovationssystem ist weiterhin die Bildung“, stellt eine Rangliste zum Innovationsklima in 26 Industriestaaten fest. Deutschland fiel im „Innovationsindikator“ der Deutschen Telekom Stiftung und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) vom vierten auf den sechsten Platz. Die ersten Plätze belegen die Schweiz, Singapur und Schweden.

Treibende Kraft bei den Innovationen sei die Wirtschaft, stellt die Studie fest. Sie verbessert sich in ihrem Teilranking von Platz sechs auf Platz vier. Gemessen an den eher niedrigen Investitionen und trotz aller Schwierigkeiten bringe Deutschland „eine vergleichsweise hohe Innovationsleistung“.

Die Teilbereiche Wissenschaft und Bildung landen in dem Vergleich nur auf den Plätzen 11 und 17. Trotz der seit sieben Jahren laufenden, milliardenteuren Exzellenzinitiative für die Universitäten lautet das Fazit: „Die Strukturen des Wissenschaftssystems stehen einer effizienteren Mittelverwendung im Wege und treiben viele junge Wissenschaftler ins Ausland, wo sich ihre Karrieren sicherer planen lassen.“ Mit Ausnahme der beruflichen Bildung gebe es „Reformbedarf in der gesamten Bildungskette: von der Kita bis zur Hochschule und in die betriebliche Weiterbildung hinein“.

Einen besonderen Blick wirft die Studie auf das innovativste und auf das bevölkerungsreichste Bundesland. Baden-Württemberg erreicht wegen seiner Erfolge in Wirtschaft und Wissenschaft im Ranking direkt hinter der Schweiz den zweiten Platz. Im nächsten Jahr soll die Innovationsfähigkeit aller Bundesländer untersuchen werden. In die Studie flossen zahlreiche Einzelindikatoren ein, darunter die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde oder die Stimmung in der Wirtschaft. dpa

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