Wirtschaft : Gebühr für Kreditvergabe ist unzulässig

Dresden/Hamburg - Bearbeitungsgebühren für Ratenkredite sind unzulässig – Bankkunden können sie daher zurückverlangen. Darauf weist das Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) hin und beruft sich auf ein nun rechtskräftiges Urteil des Oberlandesgerichts Dresden (Az.: 8 U 562/11). In der Regel stellen Geldinstitute nach Angaben des IFF ihren Kunden bei Verbraucherdarlehen Bearbeitungsgebühren in Höhe von zwei bis drei Prozent des Nettodarlehensbetrags in Rechnung. Diese Gebühren würden im Kreditvertrag ausgewiesen. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Dresden stellt die Bearbeitung eines Kreditantrags aber keine Leistung für den Kunden dar, sondern erfolgt im eigenen Interesse der Bank. Daher könnten sich betroffene Kunden nun an ihr Geldinstitut wenden und das Geld schriftlich zurückfordern, empfiehlt das IFF. Dabei können die Verbraucher nicht nur die Bearbeitungsgebühr für den Ratenkredit zurückverlangen, sondern auch die Zinsen, die hierauf angefallen sind, erklärt das Institut. Die Verjährungsfrist für Ansprüche beträgt in der Regel drei Jahre. dpa

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