Wirtschaft : Geburtshelfer Politik

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DER ANFANG

Die Gründung des europäischen Flugzeugbauers Airbus war eine politische Entscheidung , um ein Gegengewicht gegen die US-Unternehmen – allen voran Boeing – zu bilden. Seit 1965 wurde konkret an einer stärkeren Kooperation der europäischen Firmen gearbeitet . Auf deutscher Seite machte sich vor allem Franz-Josef Strauß für das Projekt stark. 1967 wurde ein Entwicklungsabkommen zwischen Frankreich, Großbritannien und der Bundesrepublik unterzeichnet. 1970 wurde das Industriekonsortium Airbus Industrie mit Sitz in Toulouse gegründet , ohne direkte britische Beteiligung. 1971 trat Spanien bei.

DAS ERSTE FLUGZEUG

Im Oktober 1972 flog mit dem A300B der erste Airbus. Als erste Fluggesellschaft setzte Air France 1974 den Airbus im Liniendienst ein. Doch andere hielten sich zurück.Erst Ende der 70er Jahre füllten sich die Auftragsbücher. In den 80ern wurde Airbus sogar weltweit die Nummer zwei hinter Boeing.

VERLUSTE UND ERFOLG

1988 ging die Kurz- und Mittelstreckenmaschine A320 in den Liniendienst. Sie wurde zum Verkaufsschlager . Die komplizierte Struktur des Unternehmens machte es jedoch schwer, die Kosten zu kontrollieren . Die beteiligten Staaten hatten aber das Ziel, dass bald keine Milliardensubventionen mehr nötig wären.

STÄRKERE INTEGRATION

In den 90er Jahren wurden die Beteiligungen gestrafft. Die deutschen Firmen wurden nach und nach von Daimler-Benz aufgekauft und fusioniert. Im Jahr 2000 gründeten die internationalen Konsortialfirmen – mit Ausnahme der britischen BAE – den Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS . Airbus wurde zur EADS-Tochterfirma.hop

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