Wirtschaft : Gegründet im Siebenjährigen Krieg Bankhaus Löbbecke feiert in Berlin 250. Geburtstag

Berlin - 1761, eine beeindruckende Jahreszahl. Mitten im Siebenjährigen Krieg wurde das Bankhaus Löbbecke gegründet, vor 250 Jahren. Dieses eindrucksvolle Jubiläum feierten Kunden und Freunde des Hause am Donnerstag im restaurierten Behren-Palais in Berlin-Mitte, wo das in Braunschweig gegründete private Bankhaus inzwischen seinen Hauptsitz hat. Die Vorstandsmitglieder Heinrich Witting und Daniel Bresser sprachen von „Freude und Demut“ angesichts des „bedeutenden Jubiläums“.

Löbbecke ist eines der wenigen Bankhäuser für gehobene Privatkunden hierzulande. Der Bundesverband Deutscher Banken zählt 26 Privatbanken zu seinen Mitgliedern, von denen aber nur ein kleiner Teil unabhängig ist. Vor 100 Jahren war das noch anders: Schätzungsweise 2000 unabhängige Privatbankhäuser machten Anfang des 20 Jahrhunderts Geschäfte in Deutschland.

Die Gebrüder Löbbecke entwickelten ihren Handel mit Stahl- und Modewaren, Leinen und Wolle Ende des 18. Jahrhunderts zu einer Bank für Firmenkunden weiter, die sowohl die Weltwirtschaftskrise von 1857/59 als auch die Hyperinflation 1923 überstand. 1993 zog sich die Familie vollständig aus der Bank heraus. Zehn Jahre später wurde das Bankhaus von der Hamburger Privatbank M. M. Warburg übernommen. In den folgenden Jahren schrumpfte die Zahl der Mitarbeiter von 135 auf heute 43, von denen knapp 34 in Berlin arbeiten.amy

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