Wirtschaft : Gehag kauft 6100 Wohnungen in der Region

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Berlin - Die Berliner Firma Gehag hat 6100 Wohnungen von der Eisenbahn-Siedlungs-Gesellschaft (ESG) übernommen. Der größte Teil der Immobilien befindet sich in der Hauptstadt, rund 1500 Objekte in Brandenburg. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Wohnungspaket wechselte im Rahmen einer Ausschreibung den Eigentümer. Durch das Geschäft hat die bis 1998 landeseigene Gesellschaft Gehag nun 29 000 Wohnungen im eigenen Bestand.

Die Gehag war 1998 eine der ersten kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, die in Deutschland privatisiert wurden. Heute gehört sie dem US-Investor Oaktree, der Pensionsgelder weltweit anlegt. Seit der Privatisierung ist die Gehag stark gewachsen. Als sie noch in kommunalen Besitz war, hatte sie 300 Mitarbeiter, heute sind es 900. Ursache ist auch der Kauf zahlreicher Wohnungen – allein 2006 waren es 12000 – sowie die Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Die Gehag stieg mit der Marke „Katharinenhof“ in den Markt für Seniorenimmobilien ein. Allein hier arbeiten 450 Beschäftigte.

Gehag-Geschäftsführer Michael Zahn sagte dieser Zeitung: „Wir investieren langfristig in Berlin und prüfen auch den Erwerb größerer Wohnungsbestände oder ganzer Gesellschaften in anderen Bundesländern.“ Es zähle nicht zum Geschäftskonzept, kurzfristig Wohnungen in nennenswerter Zahl mit Gewinn wieder abzustoßen. Ziel sei es, den Bestand durch Investitionen aufzuwerten. So seien in den vergangenen drei Jahren 30 Millionen Euro in Wilmersdorfer Altbauten geflossen, „um neue Zielgruppen als Mieter zu gewinnen“. Auf lange Sicht schließe Investor Oaktree aber einen Börsengang der Gehag nicht aus. Den dazu nötigen Schwellenwert, ein Transaktionsvolumen von einer Milliarde Euro, habe die Gehag bereits erreicht. ball

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