Wirtschaft : Gehe will Aktionäre am Erfolg beteiligen

Europas größter Pharmahändler legt kräftig zu STUTTGART (rtr/dpa).Der nach eigenen Angaben größte Pharmahändler Europas, die Stuttgarter Gehe AG, ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen.Der Umsatz im Konzern sei um 16,9 Prozent auf 25 Mrd.DM gestiegen, teilte Gehe am Montag in Stuttgart mit.Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe sich um 16,1 Prozent auf 472,3 Mrd.DM erhöht.Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 1,30 DM je Fünf-DM-Aktie vor.Damit bleibe die Ausschüttung auf Vorjahresniveau, da es damals eine außerordentliche Zahlung aus dem Verkauf der Pharmaproduktion gegeben hatte.Für 1996 hatte Gehe eine Dividende von einer DM plus einer Sonderdividende von 0,30 DM für den Verkauf der Pharma-Produktion gezahlt.Gehe ist in den vergangenen Jahren vor allem durch Zukäufe stark gewachsen.1996 hatte das Unternehmen aber zur Abwechslung einmal nicht zu- sondern verkauft.Durch die Veräußerung der fünf Pharma-Töchter sei 1996 beim Jahresüberschuß ein außerordentlicher Ergebnisbeitrag von rund 200 Mill.DM realisiert worden, teilte Gehe weiter mit.Demgegenüber sei der Jahresüberschuß 1997 zwar um 35 Prozent auf 285,1 Mill.DM gesunken.Ohne den Sondereffekt aus dem Verkauf der Pharma-Produktion wäre er aber um rund 19 Prozent gestiegen.Hierzu habe auch die auf 39,6 Prozent abgesunkene Steuerquote beigetragen.Im Januar 1997 hatte Gehe dann seine Einkaufstour mit dem Erwerb der britischen Apothekenkette Lloyds Chemists (rund 950 Filialen) fortgesetzt.Bei der Integration und Fusion von Lloyds Chemists mit der von Gehe bereits 1995 erworbenen englischen AAH seien schon im Verlauf des Jahres 1997 erhebliche Synergieeffekte erzielt worden, hieß es weiter.Dies gelte sowohl für den Bereich Pharma-Großhandel als auch für die nunmehr rund 1250 Apotheken umfassende Einzelhandelskette.AAH/Lloyds hätten dadurch bereits circa 30 Prozent zum Konzernergebnis beigesteuert.Auch der Pharma-Großhandel in Frankreich (OCP-Gruppe) und der Geschäftsbereich Versandhandel für Büro-, Lager- und Werkstatteinrichtungen hätten ein zweistelliges Gewinnplus erzielt.Dagegen sei das Ergebnis des Pharma-Großhandels in Deutschland bei einem stagnierenden Markt leicht rückläufig gewesen.Im Geschäftsbereich Gesundheitsdienste/Homecare seien 1997 Umsatz und Ertrag gegenüber 1996 geringfügig gestiegen.Wegen der Firmenübernahme stieg die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr um fast die Hälfte von 15 909 auf 23 755.Gehe gehört nach früheren Angaben zu 50,1 Prozent zum Duisburger Handels- und Dienstleistungskonzern Franz Haniel & Cie.

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