Geld aus Silicon Valley für Start-up in Berlin : GoEuro sammelt 27 Millionen Dollar ein

Hauptinvestor ist New Enterprise Associates aus den USA. Aber auch die bisherigen Investoren des Berliner Start-up sind in Runde zwei dabei. Mit dem Geld will die Reisesuchmaschine GoEuro das weitere Wachstum finanzieren.

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Das Team von GoEuro im August 2014. Gerade hat das Unternehmen seine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen.
Das Team von GoEuro im August 2014. Gerade hat das Unternehmen seine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen.Foto: GoEuro

Das Berliner Start-up GoEuro hat seine zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Unter Führung der New Enterprise Associates (NEA), einer der größten weltweit tätigen Risikokapitalgesellschaften mit Sitz im Silicon Valley, erhielt die Reisesuchmaschine insgesamt 27 Millionen Dollar (20,5 Millionen Euro) frisches Kapital. Auch die bisherigen Investoren Lakestar, Hasso Plattner Ventures und Battery Ventures beteiligten sich und stockten ihre Investitionen auf. In einer ersten runde hatten die drei Gesellschaften dem Berliner Start-up bereits mehr als vier Millionen Dollar zur Verfügung gestellt.

Bus-, Bahn- und Flugverbindungen im Vergleich

GoEuro wurde 2012 von Naren Shaam gegründet. Shaam stammt ursprünglich aus Bangalore in Indien, hat in Harvard studiert und arbeitete in den USA in der Auto- und Finanzindustrie. Auf die Idee zur Reisesuchmaschine kam er während einer Europareise. Inzwischen hat die Firma mit Sitz in Prenzlauer Berg mehr als 60 Mitarbeiter aus 23 Nationen. GoEuro vereinfacht die Suche nach Bus-, Flug- und Zugverbindungen in Europa, in dem es eine Übersicht über alle verfügbaren Reiseverbindungen liefert. Die Übersicht zeigt alternative Verbindungen von Ort zu Ort, mit vollständigen Reisezeiten und -kosten. Der Nutzer braucht also keine unterschiedlichen Portale und Angebote mehr zu vergleichen.

GoEuro gibt es für Deutschland und sechs weitere Länder

Derzeit deckt das Angebot von GoEuro sieben europäische Länder ab: Deutschland, England, Spanien, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Insgesamt 20.510 Bahnhöfe, 10.011 Busstationen und 207 Flughäfen vereint die Suchmaschine in ihrem Angebot. Die neue Finanzierung soll nach Angaben des Unternehmens in das Wachstum sowie in die Erschließung neuer europäischer Märkte fließen. Auch dem Ziel, die größte Reisesuchmaschine in ganz Europa zu werden, komme GoEuro damit näher.

Geld für weiteres Wachstum

„Wir freuen uns sehr, die NEA für GoEuro gewonnen zu haben“, sagte Gründer Naren Shaam. „Als erstklassiger Investor agiert sie nachhaltig und ist tief im Technologiesektor verwurzelt.“ Dies sei ist ein klares Zeichen dafür, dass NEA die Marktchancen für die gesamte multimodale Reiseindustrie weltweit und die Rolle GoEuros als Pionier in Europa verstehe. „Wir setzen auch weiterhin auf schnelles Wachstum in unseren geschäftlichen Kernbereichen“, sagte Shaam. „Mit diesem Investment können wir mit großen Schritten voranschreiten.“

Forest Baskett, Gesellschafter von NEA, sagte, GoEuro liefere eine wunderbar einfache Lösung für ein hochkomplexes technologisches Problem und gewinne damit an Stärke in einem Markt, der reif sei für Veränderung. „Den über 200 Milliarden Euro schweren europäischen Reisemarkt anzugehen, ist eine große Chance und wir bei der NEA sind begeistert, Partner von GoEuro zu sein“, ergänze Forest Baskett.

 

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