Wirtschaft : Geld vom Automaten per Augenaufschlag

FRANKFURT (MAIN) .Per Augenaufschlag können sich die Kunden einer Bank im US-Bundesstaat Texas in Zukunft am Geldautomaten identifizieren lassen.Als erstes Institut in den Vereinigten Staaten hat die Bank United die neue Technik zur Identifizierung ihrer Kunden an Geldautomaten eingeführt.Dabei liest der Automat die Iris des rechten Auges, deren Daten im Bankcomputer gespeichert sind und vergleicht sie mit einem zuvor angelegten Referenzmuster.

Eine ähnliche Technik wird derzeit auch von der Dresdner Bank in Frankfurt (Main) getestet.Bislang sei aber noch nicht klar, ob die Geldautomaten eingesetzt werden, sagte ein Sprecher des Geldinstitutes.Auch in Großbritannien sind bereits Versuche mit den "intelligenten" Geldautomaten gelaufen.Die größte britische Bausparkasse Nationwide testete den Automaten zunächst sechs Monate lang mit 1000 ausgewählten Kunden.

Bankkunden, die den Service nutzen wollen, lassen zunächst die Iris ihres rechten Auges elektronisch "lesen".Die aufgenommenen Informationen werden in einem Code zusammengefaßt und im Bankcomputer gespeichert.Tritt der Kunde dann künftig an den Geldautomaten, um Bares von seinem Konto abzuheben, wird die Iris mit dem gespeicherten Referenzmuster verglichen.Das US-Institut Bank United bietet die Technik seinen Kunden zunächst in den Filialen in den Städten Fort Worth, Dallas und Houston an.

Die Iris, der farbige Teil des menschlichen Auges, der die schwarze Pupille kreisförmig umschließt, verfügt über wesentlich mehr Details als zum Beispiel ein Fingerabdruck.Sie eignet sich aus diesem Grund besonders gut für die sogenannten biometrischen Identifikations-Systeme.Der Computer kann die Iris innerhalb weniger Sekunden lesen, auch durch Brillengläser, Kontaktlinsen und die meisten Arten von Sonnenbrillen hindurch.Wissenschaftler sagen der Sicherheitstechnologie, die auf der Iris-Identifikation basiert, eine große Zukunft in weiten Bereichen der Dienstleistungen voraus.

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