Wirtschaft : Geldanlage: Messe IAM startet

Die Aktie wird in Deutschland immer stärker zur privaten Vermögensbildung und Unternehmensfinanzierung genutzt. Die Zahl der Privataktionäre kletterte im ersten Halbjahr 2000 auf 6,2 Millionen, teilte das Deutsche Aktieninstitut am Dienstag in Düsseldorf im Vorfeld der Internationalen Anlegermesse IAM (21. bis 23. September) mit. Das bedeute ein Plus von fast 40 Prozent binnen zwei Jahren. Die Zahl der Besitzer von Anteilen an Aktienfonds und gemischten Fonds nahm um 150 Prozent auf acht Millionen zu. Damit besäßen nun mehr als 14 Millionen Bundesbürger direkt oder indirekt Aktien. Der Kreis nehme mit der Debatte um die Altersvorsorge zu.

Auch in der Wirtschaft wachse die Bedeutung der Aktien. "Inzwischen zählen wir in Deutschland über 8800 Aktiengesellschaften - 1998 waren es gerade 5000", sagte Rüdiger von Rosen, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstitutes. Seit der IAM vor zwei Jahren seien 285 deutsche Unternehmen neu an die Börse gegangen. Das seien deutlich mehr als in den zehn Jahren von 1987 bis 1996, als 184 Unternehmen den Gang an die Börse unternahmen. Den kräftigen Zuwachs bei Neuemissionen führte er zum Großteil auf den Erfolg des Neuen Marktes und anderer Börsensegmente zurück. Allerdings habe es gerade am Neuen Markt eine "gewaltige Beruhigung" gegeben. Gerade in einem schwachen Börsenjahr brauche der private Anleger Orientierungshilfe. "Der Anleger muss sich in einem verhaltenen Börsenklima mehr denn je informieren. Gleichzeitig bricht über ihn eine Informationsflut sonder gleichen herein", sagte von Rosen. Zur IAM 2000 werden mehr als 20 000 Besucher erwartet, die sich bei 160 Ausstellern über Aktien, Immobilien und andere Geldanlageformen informieren können. Die Messe steht unter dem Motto "Neue Chancen, neue Anleger".

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