Wirtschaft : Gelddruckkonzern setzt auf das Internet - und will an die Börse

Der Gelddruck- und Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient sieht große Wachstumschancen auf dem boomenden Markt der Sicherheitsdienstleistungen für das Internet. Die Angriffe von Hackern auf die Internetangebote von Yahoo und anderen Diensten in den vergangenen Tagen hätten den großen Bedarf gezeigt, sagte Thomas Koelzer von der Giesecke & Devrient GmbH (G & D/München) am Freitag in München. Am 1. April will der Konzern eine Aktiengesellschaft für das Geschäft mit Internetsicherheit gründen. Mittelfristig könnte auf diesem Weg erstmals eine Tochter von Giesecke & Devrient an die Börse gebracht werden.

Die noch unbenannte Gesellschaft solle ihren Umsatz in den nächsten zwei bis drei Jahren von zwölf Millionen Mark bis auf 50 Millionen Mark steigern, sagte der G & D-Geschäftsführungsvorsitzende Willi Berchtold am Freitag in München. Vorstellbar seien Kooperationen und Zukäufe anderer Unternehmen. Dabei könnten auch eigene Aktien eine Akquisitionswährung sein, deutete Berchtold an. Die Zahl der Mitarbeiter der neuen Gesellschaft solle in den nächsten Jahren von 30 auf 300 steigen.

Der elektronische Handel im Internet werde in Europa nur den Durchbruch schaffen, wenn die Sicherheit bei der Bezahlung und der Abwicklung garantiert ist, sagte Berchtold. Hier zu Lande sei das Sicherheitsbedürfnis größer als beispielsweise in den USA. Der Markt der Dienstleistungen und Softwareprodukte für die Sicherheit im Internet wird laut G & D von Experten auf mehr als elf Milliarden Mark geschätzt. Das jährliche Wachstum der Branche liege zwischen 30 und 40 Prozent.

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