Wirtschaft : Geldmenge M 3 statistisch aufgebläht

Zunahme um fünf Prozent im März FRANKFURT (MAIN) (rtr).Das Geldmengenwachstum in Deutschland hat sich im März beschleunigt.Die Deutsche Bundesbank teilte am Dienstag in Frankfurt mit, die Geldmenge M3 habe gegenüber dem vierten Quartal 1997 um 5,1 Prozent zugenommen.Im Februar hatte die Steigerungsrate lediglich 2,8 Prozent betragen.Das hohe Wachstum wurde aber vor allem auf statistische Gründe zurückgeführt.Volkswirte sagten, die Entwicklung sei nicht beunruhigend und erzwinge keine Zinserhöhungen durch die Bundesbank.Die Entwicklung der Geldmenge M3 ist für die Bundesbank ein wichtiger Indikator zur Bekämpfung der Inflation.In der Geldmenge M3 sind das umlaufende Bargeld, das Geld auf Girokonten, auf Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist und auf Terminkonten bis vierjähriger Laufzeit erfaßt.Für 1998 liegt das von der Bundesbank angestrebte Wachstumsziel für M 3 bei drei bis sechs Prozent.Michael Schubert von der Commerzbank in Frankfurt sagte, bei der Geldmengenentwicklung habe der Überhang von Ende Februar eine Rolle gespielt.Im Monatsverlauf sei die Geldmenge nur gering gewachsen.Die Bundesbank werde nicht wegen der Zahl eines Monats schon handeln."Wir rechnen eigentlich nicht damit, daß die Geldmenge weiter so stark wachsen wird.Solche Schwankungen sind schon von 1997 bekannt", sagte Schubert.

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