Wirtschaft : Geldmenge

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Der Begriff Geldmenge hat nichts damit zu tun, wieviele Euro die Bürger in der Tasche haben. Sondern er bezeichnet die Summe aller Zahlungsmittel in einer Volkswirtschaft – das ist nicht nur das Bargeld, sondern auch das Kapital auf Sparbüchern und Konten. Die Ökonomen unterscheiden verschiedene Varianten: Unter der Geldmenge M1 versteht man den Bargeldumlauf und die Sichtguthaben bei den Banken. Bei der Geldmenge M2 kommen noch die Termingelder hinzu, die bis in vier Jahren fällig werden. Und die am meisten beachtete Geldmenge M3 zählt noch die Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist hinzu. Die Geldmenge kann schwanken und daher den Lauf der Wirtschaft stark beeinflussen. Ist sie im Verhältnis zur Menge der produzierten Güter zu groß, entsteht Inflation. Umgekehrt bremst ein zu knapper Geldmantel das Wachstum. Mittels der Zinspolitik versucht die Zentralbank daher, das Wachstum der Geldmenge zu steuern. brö

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