Wirtschaft : Geldticker: Adig büßt ein und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Die Investment-Gruppe Adig hat nach dem Ausstieg der Hypo-Vereinsbank stärkere Einbußen im Mittelaufkommen erlitten als erwartet. Die fünftgrößte Fondsgruppe Deutschlands war Anfang 2000 fast vollständig von der Commerzbank übernommen worden, nachdem die Hypo-Vereinsbank ihre knapp 43 Prozent an die Frankfurter Großbank verkaufte. Das von Adig verwaltete Fondsvermögen habe sich von 35,1 Milliarden Euro Ende 1999 auf 27,3 Milliarden Euro Ende 2000 verringert, berichtete Adig-Geschäftsführer Arnd Thorn. Mit neuem Vertriebspartner und einer Expansionsstrategie in Europa will die Gruppe wieder Boden gut machen. dpa

Altana rutscht ab

Ein Rückschlag in der späten Testphase eines Medikaments hat den Aktienkurs des Pharma-Unternehmens Altana am Donnerstag stark belastet. Das Präparat LSF gegen Lungenerkrankungen könne voraussichtlich nicht wie geplant 2002 auf den Markt gebracht werden, nachdem eine klinische Studie nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht habe, teilte das Unternehmen mit. Ob die Arznei eingeführt werde, entscheide sich nach Auswertung einer zweiten Studie im Mai. Ein möglicher Projektstopp werde aber die bisherigen Ergebnis- und Umsatzprognosen nicht beeinträchtigen, versicherte eine Sprecherin. Analysten sagten, es handele sich eher um einen Imageverlust für das Unternehmen. Die Hypovereinsbank stufte die Aktie von "Neutral" auf "Underperform". Der Altana-Aktienkurs gab zeitweise um mehr als 20 Prozent nach. rtr

Angebot für Bank Slaski

Die niederländische Banken- und Versicherungsgruppe ING will die polnische Bank Slaski (BSK) voll übernehmen. Dazu hat sie für die restlichen 45,02 Prozent der BSK-Aktien 72,05 Euro je Stück geboten, teilte ING mit. Das Angebot beinhalte einen Zuschlag von 16,2 Prozent zum Schlusspreis vom 7. März an der Börse in Warschau. BSK-Aktionäre können noch bis 20. April ihre Anteile an der Börse handeln. Nach der Übernahme soll die Bank aus Kattowitz als ING Bank Slaski firmieren. dpa

VW-Tochter verdient gut

Der Finanzdienstleister des VW-Konzerns, die VW Financial Services AG, hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 431,7 Millionen Mark, nach 220,7 Millionen Euro im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Die Bilanzsumme stieg um 8,3 Prozent auf 44,7 Milliarden Mark. Tsp

IAS-Standard abgelehnt

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, hat sich gegen den Vorschlag der Europäischen Kommission ausgesprochen, börsennotierte Unternehmen bei der Rechnungslegung auf International Accounting Standards (IAS) festzulegen. Würden die Vorschläge umgesetzt, kämen europäische Firmen, die an US-Börsen notiert seien, in eine schwierige Position. Die US-Börsenaufsicht SEC schreibt eine weitgehende Rechnungslegung nach US-Gaap vor. Er sei aber optimistisch, dass ein Kompromiss gefunden werden, sagte Breuer. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar