Wirtschaft : Geldticker: Anzeige gegen EM.TV-Chefs und mehr

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Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat Anfang dieser Woche gegen den Chef des Münchner Medienkonzerns EM.TV, Thomas Haffa, und dessen Bruder Florian Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gestellt. Das berichtet das Magazin "Stern". Dem Magazin zufolge wirft die SdK den Haffa-Brüdern Kapitalanlagebetrug vor. Anders als im Börsenprospekt versprochen, sei kein funktionierendes Controlling aufgebaut worden. Hinzu käme Kursbetrug, weil EM.TV eine zu hohe Gewinnerwartung nicht rechtzeitig korrigiert habe. dpa

Alternative für EM.TV

Der angeschlagenen Medienkonzern EM.TV wird nach Informationen der "Financial Times Deutschland" in Kürze ein Gegenangebot als Alternative zum Einstieg der Kirch-Gruppe erhalten. Wie die Zeitung berichtet, will die amerikanische Investmentbank Hellman-Friedman die Offerte innerhalb der nächsten sieben Tage unterbreiten. Das Angebot sehe vor, dass das US-Bankhaus von EM.TV für 650 Millionen Dollar in bar 40 Prozent an der Formel-1-Holding SLEC übernimmt. Zugleich verzichte der Formel-1-Promotor mit einer verbindlichen Erklärung auf seine Verkaufsoption gegenüber EM.TV. dpa

Kandidaten nicht börsenreif

Die Unternehmensberatung Arthur Andersen stellt den meisten Börsenaspiranten ein verheerendes Zeugnis aus. Nur rund ein Drittel der in den Startlöchern sitzenden Kandidaten sei wirklich börsenreif, stellte Andersen fest. "Defizite bestehen vor allem bei der Unternehmensplanung und im Rechnungswesen." Basis dieser Beurteilung ist eine Umfrage unter 430 Unternehmen, die Informationen über den Stand der Börsenvorbereitungen liefern sollte. dpa

Staatsanwaltschaft bei b.i.s.

Die Würzburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das am Neuen Markt notierte Unternehmen b.i.s. Börsen-Informations-Systeme AG (Rimpar). Oberstaatsanwalt Peter Schauff bestätigte eine entsprechende Vorabmeldung des in München erscheinen den Magazins "Focus-Money". Es bestehe der Verdacht auf Verletzung von Veröffentlichungspflichten, begründete Schauff die Ermittlungen. Das unterfränkische Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. Nach den Worten des Oberstaatsanwalts wurden die Geschäftsräume sowie die Wohnungen der b.i.s.-Vorstände Eberhard Mayer und Jürgen Schrollinger durchsucht. Dabei seien Unterlagen beschlagnahmt worden. dpa

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