Wirtschaft : Geldticker: Aufsichtsrat angezeigt und mehr

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Eine Gruppe von T-Aktionären hat jetzt auch gegen den Aufsichtsrat der Telekom wegen der Fehlbewertung des Immobilienbesitzes Strafanzeige erstattet. Die bei der Bonner Staatsanwaltschaft eingereichte Anzeige richte sich besonders gegen den ehemaligen Vorsitzenden des Kontrollgremiums, Helmut Sihler, teilten die Rechtsanwälte mit. Die Anwälte vertreten eine Aktionsgemeinschaft geschädigter T-Aktionäre, die bereits Ende Februar eine Strafanzeige gegen Telekom-Chef Ron Sommer erstattet hatte. dpa

Neue Vorwürfe gegen Sommer

Gegen Telekom-Chef Ron Sommer sind neue Vorwürfe laut geworden. Sommer soll dem ARD-Magazin Plusminus zufolge schon 1998 darüber informiert worden sein, dass der Wert der Konzernimmobilien niedriger war als ausgewiesen. Damals hatte er laut Plusminus alle Aussagen über einen Wertberichtigungsbedarf als "hochgradig unseriös" bezeichnet. Die Telekom wies die Vorwürfe jetzt zurück. Der Saarländische Rundfunk berichtete, damals habe ein Gutachten der Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen den Wert der 35 000 Telekom-Grundstücke auf 23 Milliarden Mark (11,76 Milliarden Euro) beziffert. In der Bilanz seien 35 Milliarden Mark ausgewiesen worden. AP

Analysten rechnen mit Rekord

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem folgenreichen Vorstandsbeschluss, sich von der defizitären britischen Tochter Rover zu trennen, wird BMW am Donnerstag ein Rekordergebnis vorlegen. Analysten trauen BMW nach einer Reuters-Umfrage im Mittel ihrer Prognosen einen Gewinn von etwas mehr als zwei Milliarden Euro aus dem gewöhnlichen Geschäft zu, obwohl BMW 762 Millionen Euro Verlust von Rover noch aus dem ersten Halbjahr mitschleppen muss. Im bisherigen Rekordjahr 1997 waren es 1,29 Milliarden Euro Gewinn, 1999 durch die operativem Rover-Verluste gerade 1,11 Milliarden Euro. rtr

Emprise-Aktie bricht ein

Die Hamburger Emprise Management Consulting AG wird nach dem Verbrauch von zwölf Millionen Mark des bilanziellen Grundkapitals eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Obwohl das wirtschaftliche Grundkapital einschließlich stiller Reserven bei über 25 Millionen Mark liege, werde, wie vom Aktiengesetz verlangt, unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, teilte die Gesellschaft in einer Pflichtmitteilung mit. Ferner rechnet die Beratungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2000 bei steigendem Umsatz mit einem operativen Verlust. Die am Neuen Markt notierten Emprise-Aktien brachen zeitweise über 60 Prozent auf einen neuen Tiefststand bei 2,30 Euro ein. rtr

Bank plant Aktien-Rückkauf

Der zweitgrößte Schweizer Finanzkonzern Credit Suisse Group (CSG) hat bei Gewinn und verwalteten Vermögen im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Die Gruppe sei auch in diesem Jahr trotz weniger robuster Kapital- und Aktienmärkte zuversichtlich und zu erheblichen Investitionen bereit, teilte die Credit Suisse mit. In den nächsten zwei Jahren sollen Aktien im Wert von fünf Milliarden Franken zurückgekauft werden. Die Erwartungen der Analysten wurden mit einem um elf Prozent höheren Reingewinn von 5,8 Milliarden Franken (7,4 Milliarden Mark) übertroffen. Die Börse reagierte positiv: Die Namensaktien legten bis Mittag um gut eineinhalb Prozent zu. dpa

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