Wirtschaft : Geldticker: Börsengänge abgesagt und weitere Meldungen

Die Commerzbank AG hat mehrere für das erste Quartal geplante Börsengänge als Konsortialführer abesagt. Ein Sprecher der Bank begründete am Freitag die Entscheidung mit dem turbulenten Börsenumfeld. Neue Termine nannte er nicht.

Goldman Sachs rät zu Banken

Die Investmentbank Goldman Sachs hat das Gewicht von Bankaktien und anderen zyklischen Werten in ihrer Empfehlungsliste für europäische Aktien erhöht. Wie das Finanzhaus am Freitag in London mitteilte, wurde der Anteil an Pharmawerten und Tabakaktien reduziert. Technologieaktien bleiben in dem Aktiendepot untergewichtet. Goldman Sachs begründete dies mit der Senkung der US-Leitzinsen, die weitere unangenehme Überraschungen in der Entwicklung des Wirtschaftswachstums unwahrscheinlicher mache.

SAP empfohlen

Die Landesbank Baden-Württemberg stuft die SAP-Aktie weiterhin mit "Outperformer" ein. Analyst Mirko Maier sagte, dass er trotz der jüngsten Kursschwäche "immer noch von dem Unternehmen überzeugt sei". Das derzeitige Kursniveau könne durchaus von Anlegern zum Kauf genutzt werden, die eine langfristige Investition planen. Maier rechnet für das vierte Quartal zwar mit schwachen Geschäftsergebnissen in den USA, die sich negativ auf das Gesamtergebnis von SAP niederschlagen dürften.

Consors kooperiert mit Finnen

Die Consors Discout Broker AG wird 11,3 Prozent an der finnischen Multimedia Firma Suomen Infopiste Oy (Aktivist Networks) übernehmen. Im Rahmen dieses Beteiligung gehen alle Anteile der Consors-Tochter Offerto.com GmbH an Aktivist Networks über, teilte Consors am Freitag mit. Bislang war das Nürnberger Unternehmen Mehrheitsgesellschafter an dem Internet-Unternehmen. In Zukunft werden die Plattformen beider Unternehmen in den jeweilige Präsenzländern zusammengeführt.

DG Bank kooperiert nicht

Die Frankfurter DG Bank und die niederländische Rabobank haben ihre geplante Kooperation im Investmentbanking und im Wertpapiergeschäft vorerst auf Eis gelegt. Ein Sprecher des Spitzeninstituts der Volks- und Raiffeisenbanken bestätigte am Freitag in Frankfurt einen entsprechenden Bericht der "Börsen-Zeitung". Erst vor zwei Monaten hatten beide Institute bereits die beabsichtigte große Lösung - die Gründung einer gemeinsamen Tochter - abgeblasen. Man hatte sich nicht über die "geschäftspolitische Ausrichtung der gemeinsamen Bank" einigen können.

Klett-Töchter an der Börse

Der Stuttgarter Schulbuch-Verlag Ernst Klett will offenbar Tochtergesellschaften der Gruppe an die Börse bringen. "Wir machen einen Börsengang, wenn wir erkennen, dass wir einen Markt besetzen müssen", sagte Klett-Finanzchef Arthur Zimmermann dem Handelsblatt. Mit dem Kapital sollten Investitionen im Internet-Bereich finanziert werden. Neben der Lernsoftware-Tochter Heureka-Klett gilt auch das Klett-Lerntraining, eine Art virtuelle Nachhilfe per Internet, als potenzieller Börsenkandidat.

Schutz für Lernout & Hauspie

Der angeschlagene Weltmarktführer für elektronische Spracherkennungssysteme, Lernout & Hauspie in Ypern, hat Gläubigerschutz erhalten. Das entschied das Handelsgericht im belgischen Ypern am Freitag. Die Richter hatten erst im Dezember den Gläubigerschutz, auf dem eine Sanierung des Konzerns basieren soll, verweigert. Es fehlten korrekte und genaue Zahlen. Das High-Tech-Unternehmen befindet sich seit Wochen in schweren finanziellen Turbulenzen.

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