Wirtschaft : Geldticker: Die Danske Bank hat ihre dominierende Stellung deutlich ausgebaut

Dänische Banken fusionieren

Die Danske Bank hat ihre domininerende Stellung auf dem heimischen Finanzmarkt mit der Übernahme der BG Bank und deren Muttergesellschaft Real-Danmark deutlich ausgebaut. Wie beide Unternehmen am Montag in Kopenhagen mitteilten, sollen in den kommenden drei Jahren 2500 der 20 400 Stellen gestrichen werden. Die Verbraucherverbände forderten die Aufsichtsbehörden auf, die Zusammenlegung wegen zu großer Marktdominanz nicht zu genehmigen. Bei einer Gesamtbevölkerung von 5,5 Millionen Bürgern verfügt die Danske Bank nun über drei Millionen Privatkunden. Mit der Übernahme der 231 Filialen der BG Bank erhält sie auch Zugang zu den Postämtern, die im Gegensatz zu Banken in Dänemark samstags geöffnet haben.

OM verlängert Angebot an LSE

Der Betreiber der Stockholmer Börse, OM Gruppen, hat eigenen Angaben zufolge in Gesprächen mit den Aktionären der London Stock Exchange (LSE) gute Fortschritte erzielt und seine Übernahme-Offerte bis zum 23. Oktober verlängert. "Unser Gebot wird jetzt als die einzige Möglichkeit anerkannt, die LSE, ihre Technologie, ihr Management und das Dienstleistungs-Niveau umzuwandeln", erklärte OM-Gruppen-Chef Per Larsson in einer Mitteilung. Er rief die LSE-Aktionäre zudem auf, bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Londoner Börse am 19. Oktober für die Aufhebung der Anteilsbegrenzung von 4,9 Prozent je Aktionär zu stimmen. Mit diesem Schritt würde sich die LSE für mögliche Übernahmen öffnen. rtr

Deutsche Börse mit Rekord

Die deutschen Wertpapierbörsen haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2000 Rekordumsätze verbucht. Bis September wurden Aktien im Wert von 3,2 Billionen Euro gehandelt - fast doppelt so viel wie in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. Wie die Deutsche Börse am Montag weiter mitteilte, übertrafen die Umsätze damit auch das Gesamtergebnis von 1999, in dem 2,46 Billionen Euro Umsatz verzeichnet wurden. Der Anteil der Frankfurter Wertpapierbörse an den Umsätzen in Deutschland betrug 87 Prozent. AP

DVAG gegen AWD

Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) wirft dem Konkurrenten Allgemeiner Wirtschaftsdienst (AWD) "unwahre Werbung" im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang vor. Deshalb erwirkte die DVAG beim Landgericht Frankfurt (Main) eine einstweilige Verfügung, teilte der Finanzdienstleister am Montag mit. Sie verbietet dem AWD unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 500 000 Mark unter anderem die Behauptung, AWD sei "Marktführer" und "Europas größter unabhängiger Finanzdienstleister". Diese Aussagen von AWD entsprächen nicht den Fakten und Daten. ddp

Ricardo-Übernahme gebilligt

Die Aktionäre von QXL.com haben auf der außerordentlichen Hauptversammlung in London der Fusion mit Ricardo.de zugestimmt. Das teilte das Unternehmen am Montag in London mit. Darüber hinaus beschlossen die Anteilseigner des britischen Online-Auktionshauses, dass ein öffentliches Tauschangebot für die noch ausstehenden Ricardo-Aktien gemacht werden soll. Die Unternehmen rechnen damit, dass das Tauschangebot in Deutschland und die damit verbundene Notierung neuer Aktien bis zum 20. November abgeschlossen wird.

F-Log-Aktien für 31 bis 37 Euro

Die Bookbuilding-Spanne für den Logistikdienstleister F-Log beträgt 31 bis 37 Euro. Nach der von Montag bis zum 16. Oktober dauernden Zeichnungsfrist werden die Aktien am 18. Oktober erstmals am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Das Unternehmen mit europaweit 850 Mitarbeitern und 120 Millionen Euro Umsatz erarbeitet Systemlösungen unter anderem für Baumärkte, Pharmaunternehmen und Krankenhäuser.

Online-Banken uninteressant

Trotz milliardenschwerer Investitionen ins Online-Banking wecken die Banken bisher offenbar erst wenig Interesse der Kundschaft an den neuen Finanzdienstleistungen. Nach einer am Dienstag in London vorgestellten Studie des Beratungsunternehmens Deloitte Consulting halten zwei Drittel der Befragten in zehn Ländern Nord-Amerikas, Europas und Japans Online-Bankdienste weder jetzt noch in der Zukunft für wichtig. Von denjenigen, die das Gegenteil angaben, nutzten nur 22 Prozent elektronische Bankdienste. Rund 30 Prozent der Kunden wussten der Studie zufolge nicht einmal, ob ihre Bank Online-Dienste anbietet. rtr

Nasdaq ohne Alternative

Für den Konzernchef der Intershop AG, Stephan Schambach, bietet Europa keine Alternative zur US-Technologiebörse Nasdaq. Das beweise das Platzen der Fusion der Frankfurter Börse mit der London Stock Exchange, sagte Schambach dem Magazin "Telebörse". Für deutsche Unternehmen sei eine Nasdaq-Notierung wichtig, da sie sich nicht auf die Wirkung des Neuen Marktes verlassen könnten. Intershop Communications ist seit vergangener Woche an der Nasdaq notiert. Schambach bezeichnete dies als Marketingschritt, um im US-Finanzmarkt bekannt zu werden. Wenn es ein Unternehmen in die Bewertungslisten der US-Analysten schaffe, dann werde es auch in die gängigen Branchenstudien aufgenommen.

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