Wirtschaft : Geldticker: Neue Berichtspflichten

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Die Deutsche Börse AG in Frankfurt (Main) hat die Berichtspflichten der Unternehmen am Neuen Markt verschärft. Vom 3. Quartal 2001 an müssen die Firmen genauer über ihre Geschäftslage informieren. Dazu sei ein Katalog von "Mindestanforderungen" bei den Quartalsberichten festgelegt worden, teilte die Deutsche Börse mit. Bilanzen und Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sollen für die Anleger so transparenter werden. Zuletzt hatten viele Firmen falsch oder unzureichend über ihre Geschäftslage informiert. dpa

Flowtex nicht schuldfähig

Im milliardenschweren Flowtex-Betrugsskandal wird nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" dem Hauptangeklagten Manfred Schmider eine "verminderte Schuldfähigkeit" zugebilligt. Grund sei, dass er zum Teil unter Größenwahn litt, schreibt das Blatt in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf ein Gutachten des Gerichtspsychiaters Prof. Willi Schumacher (Universität Gießen). Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte das Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, ob Schmider ein Opfer von Megalomanie, also Größenwahn, ist. Im Zuge der Flowtex-Ermittlungen war bekannt geworden, dass der inhaftierte Geschäftsführer einen aufwendigen Lebensstil pflegte. dpa

Tabakklage abgewehrt

Die Europäische Union ist mit ihrer Milliardenklage gegen die US-Tabakkonzerne Philip Morris und Reynolds gescheitert. Ein New Yorker Bundesgericht wies die Forderungen der EU-Kommission auf Schadenersatz wegen angeblicher Verwicklung der Unternehmen in den Zigarettenschmuggel am Dienstag (Ortszeit) zurück. Die Kommission wollte erreichen, dass die finanziellen Verluste durch den illegalen Zigarettenhandel ersetzt und die Unternehmen gerichtlich dazu verpflichtet werden, künftig Schmuggel zu verhindern. AFP

Strafanzeige gegen CAA

Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) hat Strafanzeige wegen möglichen Insiderhandels gegen die am Neuen Markt notierte CAA AG gestellt. Schon vor einigen Wochen hatte die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) die früheren Vorstände und Großaktionäre Hans-Peter Schmidt und Gabriele Müller angezeigt. Daraufhin begann die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen des Verdachts des Insiderhandels. Die Deutsche Börse hatte Anfang Juni gegen CAA eine Geldstrafe von 100 000 Euro (195 583 Mark) verhängt, weil der Softwarehersteller seinen Geschäftsbericht mit 40 Tagen Verspätung vorgelegt hatte. dpa

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