Wirtschaft : Geldticker: Pop-Net verlässt Neuen Markt und weitere Meldungen

weitere Meldungen

Der insolvente Hamburger Internet- Dienstleister Pop Net Internet AG verlässt den Neuen Markt. Die Aktien sollen so bald wie möglich im Geregelten Markt notiert werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Auf Grund der aktuellen Situation seien alle finanziellen und personellen Kapazitäten gefordert, um eine Sanierung des Kerngeschäfts herbeizuführen, heißt es in der Mitteilung. Das Börsensegment des Geregelten Marktes entlaste von kostenintensiven Pflichten. dpa

Mediantis vor der Auflösung

Die Aktionäre des Internet-Buchhändlers mediantis entscheiden berieten am Mittwoch über die Auflösung der Gesellschaft. Der Vorstand des Unternehmens hatte eingeräumt, dass das Geschäftsmodell gescheitert ist. Es sei kaum möglich, in Deutschland profitabel Bücher über das Internet zu verkaufen. Daher wird das Kerngeschäft mit der Marke buecher.de an den Konkurrenten Booxtra verkauft. Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung zustimmen, soll die Gesellschaft liquidiert werden. dpa

Metabox hat noch Zeit

Der angeschlagenen Metabox AG bleibt für die Rettung des Unternehmens noch Zeit bis zu diesem Wochenende. Entweder werde bis dahin der Insolvenzantrag zurückgezogen oder das Insolvenzverfahren eröffnet, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch in Hildesheim. Zunächst werde nach der Hauptversammlung am Dienstag das Gutachten des vorläufigen Insolvenzverwalters erwartet. Die Aktionäre hatten einem Bündel von Kapitalmaßnahmen zugestimmt, verbindliche Zusagen von Investoren gibt es bislang nicht. dpa

Börse geht in die Berufung

Die Deutsche Börse will den Widerstand der Gerichte gegen die verschärften Regeln am Neuen Markt nicht hinnehmen. In zwei Fällen legt die Börse nach Angaben vom Mittwoch Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Frankfurter Landgerichts ein. Die Software-Unternehmen Teamwork, Paderborn, und Prout, Darmstadt, hatten einstweilige Verfügungen gegen die neuen Ausschlussregeln erwirkt. Seit dem 1. Oktober kann die Börse gemäß ihren eigenen Regularien Billigaktien, so genannte Penny Stocks, und zahlungsunfähige Unternehmen leichter aus dem Wachstumssegment Neuer Markt ausschließen. Bisher sind laut der Deutschen Börse 15 Unternehmen gegen die Maßnahmen vor Gericht gezogen und haben zum Teil einen Aufschub des Geltungsdatums erwirkt. dpa

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