Wirtschaft : Geldticker

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Kein vorzeitiger Post-Verkauf

Der Bund plant keine vorzeitigen Verkäufe seiner Anteile an der Deutschen Post AG. "Solche Pläne gibt es in unserem Hause nicht", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Montag. Laut "Focus" will Finanzminister Hans Eichel (SPD) mit einem solchen Verkauf eines Post-Aktienpakets des Bundes über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nach früherem Muster bei der Telekom Haushaltslöcher stopfen. Dem Magazin-Bericht zufolge drohen acht Milliarden Mark im Bundeshaushalt des nächsten Jahres. Man könne Mehrausgaben und Mindereinnahmen in Folge der schwächelnden Konjunktur noch gar nicht beziffern, sagte der Sprecher. Wann eine spätere Platzierung weiterer Post-Aktien an der Börse für den Staat ergiebiger als heute werde, sei noch nicht absehbar. dpa

WMF will den Smax verlassen

Der Metallwarenhersteller WMF will das Börsensegment Smax verlassen. Der Vorstand der Württembergischen Metallwarenfabrik AG (Geislingen) hat dies mit Wirkung zum 21. Dezember beschlossen, teilte WMF am Montag mit. Grund für den Ausstieg sei die Ankündigung der Deutschen Börse, den Index im kommenden Jahr von derzeit 100 auf 50 Titel zu reduzieren. Damit verbunden sei auch die Umstellung der Index-Gewichtung von Marktkapitalisierung auf Streubesitz. WMF sieht darin eine Benachteiligung der Unternehmen, von denen mehrere Aktiengattungen notiert werden. Die WMF-Aktien würden weiter im Amtlichen Handel notiert bleiben. Der Konzern ist seit April 1999 im Smax und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Börsensegments. dpa

Bayern überrunden Schwaben

Die Bayern haben beim Sparen die sprichwörtlich sparsamen Schwaben überrundet. Nach einer am Montag in Bonn veröffentlichten Studie der Postbank haben die Bayern in diesem Jahr durchschnittlich 15 878 Mark auf dem Sparbuch und rangieren damit auf Platz eins in Deutschland. Die Baden-Württemberger mussten sich mit 15 745 Mark auf dem Konto knapp geschlagen geben. Nicht einmal halb so viel haben die Sparer in Mecklenburg-Vorpommern zurückgelegt. Sie bilden mit einem Sparguthaben von 7321 Mark das Schlusslicht im Bundesvergleich. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland im Mittelfeld. Spar-Europameister ist Frankreich. Auch Belgier und Spanier legen deutlich mehr Geld zurück als die Bundesbürger. dpa

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