Wirtschaft : Geldticker

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Hunzinger wechselt den Markt

Mit der Hunzinger Information AG steht einer der Pioniere des Neuen Marktes vor dem Absprung aus diesem angeschlagenen Börsen-Segment. Der Aufsichtsrat des Informationsdienstleisters wollte auf seiner Sitzung am Dienstag den Wechsel in den Geregelten Markt beschließen, teilte das Unternehmen mit. Grundlage für die Entscheidung sei eine Kostenanalyse, die der Vorstand dem Aufsichtsrat vorlegen werde. Darin werden die mit einem Wechsel des Börsensegments verbundenen Einsparungen - vor allem der Wegfall der Quartalsberichts-Pflicht - auf rund 500 000 Euro beziffert. Hunzinger war im März 1998 an den damals ein Jahr alten Neuen Markt gegangen und hat seither mehr als 40 Firmen des Segments beraten. dpa

Hoher Verlust für W & W

Der Stuttgarter Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische (W & W) muss in diesem Jahr einen hohen Verlust verkraften. In der AG liegt der voraussichtliche Jahresfehlbetrag bei 162 Millionen Euro. Der Konzernverlust soll 93 Millionen Euro betragen. Vorstandschef Gert Haller nannte am Dienstag als Grund das Zusammenkommen verschiedener außerordentlicher Ereignisse. Schon im kommenden Jahr werde W & W wieder auf den soliden Ertragspfad zurückkehren. dpa

AXA-Überschuss sinkt

Beim AXA-Versicherungskonzern wird der Überschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2001 voraussichtlich auf rund 50 Millionen Euro sinken. Grund sei die Auflösung latenter Steuern, die das Ergebnis um 80 Millionen Euro drückten, sagte AXA-Sprecher Ulrich Bockrath. "Durch diesen Schritt soll das Ergebnis der künftigen Jahre nicht mehr belastet werden." Im Vorjahreszeitraum hatte AXA einen Überschuss von 205 Millionen Euro erzielt. Ohne den Steuereffekt würde der AXA Konzern nach eigenen Angaben für 2001 ein Ergebnis von voraussichtlich rund 130 Millionen Euro ausweisen. "Wir werden in den nächsten Jahren durch die Unternehmenssteuerreform 2001 nicht so viel Einkommens- und Ertragssteuern zahlen müssen, wie wir erwartet hatten", sagte Bockrath. Daher fehle die Möglichkeit, die in der Bilanz zurückgestellten zu zahlenden Steuern mit künftigen Steuerzahlungen zu verrechnen. dpa

Gothaer kürzt Zinsbeteiligung

Die Gothaer Lebensversicherung kürzt ihre Zinsgewinnbeteiligung für Kapital- und Rentenversicherungen um 0,7 Prozent auf durchschnittlich sieben Prozent. Der Schritt wird begründet mit der "Entwicklung auf den Aktienmärkten und der anhaltenden Niedrigzinsphase mit weiter rückläufigem Zinsniveau". Tsp

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