Wirtschaft : Geldticker

Tsp

Rückzug aus Italien

Die Comdirect Bank AG gibt ihre Tochtergesellschaft Comdirect Bank S.p.A. in Mailand auf. Das teilte eine Sprecherin des Unternehmens gestern in Quickborn mit. Den Beschluss traf die Hauptversammlung der Comdirect-Tochter am Montag. Als Ursache nannte das Unternehmen eine schlechte Geschäftsentwicklung, die auf anhaltende Preiskämpfe und ein entsprechend niedriges Preisniveau auf dem italienischen Markt der Direktbanken zurückzuführen seien. Tsp

Mühl mit Finanzproblemen

Der börsennotierte Baudienstleister Mühl verhandelt mit Banken, um Engpässe bei der Finanzierung des Konzerns zu vermeiden. Sollten die Banken bei Gesprächen am Montag in München das Finanzkonzept ablehnen, könnte es im März zu finanziellen Engpässen kommen, berichtete das Kranichfelder Unternehmen. Bei den Verhandlungen gehe es um eine Zwischenfinanzierung von 25 Millionen Euro (48,9 Mio DM) bis zum geplanten Verkauf der Mühl-Tocher E-Logistic 24 AG. dpa

Bankshops im Supermarkt zu

Die Commerzbank schließt bis Ende diesen Jahres alle ihre Bankshops in Supermärkten. "Das Konzept hat unter Ertragsgesichtspunkten nicht so eingeschlagen, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagte ein Sprecher. Seit 1996 eröffnete die Bank 30 Filialen in Einkaufszentren und Kaufhäusern. Mit den betroffenen Beschäftigten führt das Unternehmen Gespräche. Ein Teil des Personals solle an anderer Stelle eingesetzt werden, ein Teil werde freigestellt, sagte der Sprecher. Die Anzahl der Mitarbeiter nannte das Unternehmen nicht. dpa

Debitel beflügelt Telegate

Die Übernahme der Debitel-Auskunft hat den Aktienkurs des Telefonauskunfts-Dienstleisters Telegate beflügelt. Das Mobilfunkunternehmen Debitel nehme seine eigene Auskunftsnummer vom Markt und bewerbe bei seinen zehn Millionen Kunden künftig die Telegate-Nummer, sagte eine Telegate-Sprecherin am Montag in München. Wegen des Wegfalls eines Wettbewerbers und zusätzlicher Dienstleistungen für die Debitel-Kunden erhoffe sich das am Neuen Markt notierte Unternehmen Ertragssteigerungen. Der Kurs der Aktie stieg am Montag zeitweise um mehr als zwölf Prozent auf fast drei Euro. Vor einigen Tagen hatte der Kurs bereits um über 20 Prozent zugelegt. Mit der Übernahme könne Telegate rund 250 000 Anrufe von Debitel-Kunden pro Monat künftig direkt für sich verbuchen, sagte die Sprecherin weiter. Betrieben wurde die Debitel-Auskunft als Auftragsdienstleistung bereits seit drei Jahren von der Telegate. Auch andere Telefongesellschaften wie E-Plus, Arcor und Colt lassen ihre Auskunft über Telegate laufen. Konkrete Pläne für Übernahmen seien bei diesen Anbietern nicht ausgeschlossen, hieß es weiter. dpa

Hoher Verlust bei Condat

Der am Neuen Markt notierte Berliner Mobilfunkzulieferer Condat hat seinen Umsatz weniger stark gesteigert als erwartet. Wie das Berliner Unternehmen am Montag auf der Grundlage vorläufiger Geschäftszahlen mitteilte, wanderten im vergangenen Jahr statt der erhofften 32 nur 28,7 Millionen Euro (56,1 Millionen Mark) an Erlösen in die Kasse, im Vergleich zu 2000 eine Steigerung um 22 Prozent. Mit 8,8 Millionen Euro fiel fast ein Drittel des Umsatzes vor Zinsen und Steuern als Verlust an. Im Jahr 2000 hatte Condat noch einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen begründete die Verluste am Montag mit den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Im Dezember war Condat sogar noch von rund zehn Millionen Euro Verlust ausgegangen. Prognosen für das laufende Jahr will das Unternehmen am 21. März bei der Vorlage des vollständigen Jahresabschlusses verkünden. Condat fertigt Software für Handys. Die Condat-Aktie sank am Montag zwischenzeitlich um rund drei Prozent auf 4,63 Euro. dpa

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