Geldwerte Importe : Die Köpfe der Deutschen Bank

DER CHEF

Josef Ackermann stammt aus Mels in der Schweiz. Der promovierte Bankwirt war Präsident der Schweizerischen Kreditanstalt, bevor er 1996 in den Vorstand der Deutschen Bank wechselte. Als er 2002 ihr Chef wurde, gab es in der Öffentlichkeit Vorbehalte gegen den Schweizer. Seine wahrscheinlich bekannteste Geste ist das Victory-Zeichen, das ein Fotograf während des Mannesmann-Prozesses festhielt. Privat liebt Ackermann die Musik – er singt selbst – und die Schweizer Berge. Mit seiner Frau lebt er in Zürich.

DER GEGENSPIELER

Im Jahr 1999 kam Clemens Börsig von RWE zur Deutschen Bank. 2001 wurde er Finanzvorstand, später auch Risikovorstand. Nachdem Rolf Breuer 2008 wegen der Kirch-Affäre vom Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden zurücktreten musste, löste Börsig ihn ab. 2009 suchte er das erste Mal einen Nachfolger für Ackermann, der eigentlich schon 2010 gehen wollte. Börsig fand niemanden und schlug sich selbst vor. Daraufhin blieb Ackermann. Seitdem ist ihr Verhältnis zerrüttet.

DER HOFFNUNGSTRÄGER

Man nennt ihn auch den „Geldmacher“. Anshu Jain führt die Investmentsparte, die den größten Teil zum Gewinn der Bank beiträgt. Der 47-Jährige stammt aus der nordindischen Stadt Jaipur. Er studierte in den USA und arbeitete bei der Investmentbank Merrill Lynch. 1995 kam er zur Deutschen Bank und sorgte mit dafür, dass sie zu einer führenden Investmentbank wurde. Ackermann berief ihn 2009 in den Vorstand.

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