Wirtschaft : Gemüseernte auf Rekordniveau

Berlin - Die Gemüsebauern in Deutschland können sich in diesem Jahr über eine sehr gute Ernte freuen: Die Landwirte werden mit 3,1 Millionen Tonnen nahezu das Ergebnis des bisherigen Spitzenjahres 2004 erreichen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag auf Basis einer Hochrechnung mit. Dies sei unter anderem auf vergrößerte Flächen zurückzuführen. In diesem Jahr wurde demzufolge auf 112 700 Hektar Gemüse angebaut, ein Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zu 2006. Aber auch das Wetter spielte eine Rolle, sagt Hans-Christoph Behr, Gemüseexperte von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle. „In diesem Jahr konnte wegen des sehr warmen Aprils schon zwei Wochen früher geerntet werden als in anderen Jahren. Anschließend wurde sofort nachgesät“, erklärt Behr. „Und anders als Getreide kann man Gemüse bei großer Hitze beregnen.“

So erzielten die Bauern beim Spargel mit 93 000 Tonnen eine Rekordernte. Mit einem Anteil von 19 Prozent (21 700 Hektar) an der Gesamtanbaufläche ist Spargel das wichtigste Gemüse in Deutschland. Auch bei Möhren und Karotten (518 000 Tonnen), Porree (87 000 Tonnen), Rotkohl (130 000 Tonnen) und Feldsalat (18 000 Tonnen) werden sehr gute Erntemengen erwartet.

Die größten Anbaugebiete lagen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Dort werden 61 Prozent der gesamten Gemüseanbaufläche bewirtschaftet. Brandenburg spielt mit sechs Prozent der Fläche eine eher geringe Rolle. ysh

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