General Motors : Steinmeier und Clinton reden über Opel

Im Ringen um Opel verärgert General Motors zunehmend die deutsche Politik. Deutsche Regierungsvertreter wollen Anfang dieser Woche die Gespräche mit den Amerikanern fortsetzen.

Berlin -  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf Fortschritte in dieser Woche. „Jeder Tag zählt, sowohl für die Arbeitnehmer dort als auch für die ökonomische Situation“, sagte Merkel im ZDF. In einem Telefonat mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton machte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) deutlich, dass „nach vielen Monaten der intensiven Verhandlungen jetzt die Zeit der Entscheidung gekommen“ sei. Für Opel haben der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna gemeinsam mit russischen Partnern auf der einen Seite, sowie der Finanzinvestor RHJ International auf der anderen Seite Angebote abgegeben.

Am Freitagabend hatte sich der GM-Verwaltungsrat, wie berichtet, nicht auf einen Bieter festlegen wollen. Deutsche Regierungsvertreter wollen Anfang dieser Woche die Gespräche mit den Amerikanern fortsetzen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verlangte, GM müsse die Verhandlungen „so schnell wie möglich“ wieder aufnehmen. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, mahnte Steinmeier in dem Gespräch mit Clinton „schnellstmöglich“ eine Entscheidung an, „die die Zukunft aller Opel-Standorte sowie möglichst vieler Opel-Arbeitsplätze in Deutschland“ sichere. Clinton habe zugesagt, „den Standpunkt der Bundesregierung innerhalb der amerikanischen Administration zu kommunizieren“.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Werken hatten sich massiv für Magna eingesetzt. Magna will 55 Prozent der neuen Opel-Gesellschaft übernehmen. 35 Prozent der Anteile würden im Besitz von GM bleiben, zehn Prozent würden die Opel-Beschäftigten übernehmen. dpa

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