Genfer Autosalon : Das Elektrofieber greift um sich
03.03.2010 00:00 Uhr
Düsseldorf - Grüne Antriebe prägen die Neuvorstellungen zum Auftakt des 80. Genfer Autosalons. Sportwagen-Bauer Porsche sorgte für Aufsehen mit der Präsentation seines Hybridfahrzeugs „918 Spyder“. Der windschnittige Luxussportwagen soll zwar mit einem 500 PS starken Verbrennungsmotor mehr als 320 Stundenkilometer schnell sein, aber unter anderem dank zusätzlicher Elektromotoren nur drei Liter pro hundert Kilometer verbrauchen. Der CO2-Ausstoß soll bei dem Edelflitzer sogar nur 70 Gramm je Kilometer betragen und damit alle herkömmlichen Kleinwagen unterbieten.
Der Porsche-Mutterkonzern Volkswagen kündigte in Genf Elektroautos für die breite Masse an.
Bis Ende 2012 will VW mit dem „e-tron“ ein erstes reines Elektroauto an den Start bringen, allerdings nur in einer Kleinserie. 2013 soll dann mit dem „e-up!“ das erste reine Elektroauto in Serie gehen, wenige Monate später der erste E-Golf und zum Jahresende der E-Jetta. „Entscheidend ist, dass all diese Fahrzeuge nicht nur umweltfreundlich, sondern auch alltagstauglich, bezahlbar und sicher sein werden“, versprach VW-Chef Martin Winterkorn. Bis zum Jahr 2018 sollen drei Prozent der verkauften Fahrzeuge des Konzerns Elektroautos sein, sagte Winterkorn.
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Der Autobauer Opel geht noch früher ins Rennen: „Der Opel Ampere und der Chevrolet Volt gehen Ende 2011 mit 60 000 Einheiten pro Jahr in Serie“, bestätigt GM-Vize Bob Lutz im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Zudem plant Opel einen „Mini“ mit Batterieantrieb. Ford will bis 2020 gar 25 Prozent der Modellpalette durch Hybridantriebe und Batterieeinsatz elektrifizieren.
Die Konkurrenz ist mit ihrer Vorbereitung der Serienproduktion elektrischer Stadtflitzer schon weiter. Als erster in Europa wird noch dieses Jahr der japanische Hersteller Mitsubishi mit dem Modell i-MieV vorfahren. Peugeot will im Oktober mit dem bauähnlichen I-On in die Kleinserie gehen, Nissan mit dem Leaf und Daimler mit einer Elektroversion der A-Klasse. Tsp/HB















