Wirtschaft : Gerade erst gestartet

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Der Arzneimittelversand mit rezeptpflichtigen Medikamenten ist deutschen Apothekern erst seit Anfang des Jahres erlaubt . Das soll den Wettbewerb in der Arzneimittelversorgung stärken. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erhofft sich dadurch MillionenEinsparungen bei den Gesundheitskosten. Die gut 21 300 deutschen Apotheken, lange durch staatlich reglementierte Preise und abgeschottenen Wettbewerb verwöhnt, befürchten dagegen einen harten Verdrängungskampf und wehren sich heftig gegen die neue Konkurrenz. Eine größere Gefahr als die deutschen Versandapotheken waren für sie bislang Internet-Händler wie Doc-Morris , der von Holland aus schon länger Arzneimittel an deutsche Kunden verschickt und dabei weder an deutsche Festpreise noch an die teuren neuen Zuzahlungen gebunden ist. Doc-Morris kassiert bei rezeptflichtigen Medikamenten nur die halbe Zuzahlung , seine deutschen Kollegen dürfen das nicht. In den nächsten zehn Jahren traut Doc-Morris-Chef Ralf Däinghaus dem Internethandel einen Marktanteil in Deutschland von sechs bis acht Prozent zu. Derzeit deckt Marktführer Doc-Morris nach eigenen Angaben gerade 0,3 Prozent des Marktes ab. pet

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