Wirtschaft : Gerhard Schmid

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Gerhard Schmid hat seine UnternehmerKarriere vor allem einem Talent zu verdanken. Er gilt als begnadeter Zocker. Seit der Gründung seines Telekommunikationsunternehmens Mobilcom machte Schmid Wetten: Zuerst darauf, dass es immer genug freie Kapazitäten im Telefonmarkt gibt. Die kaufte Schmid billig und verkaufte sie ein bisschen teurer weiter. Mit einem Riesenerfolg. Schmid zockte weiter. Der Erfolg wuchs. Nur die letzte Wette ging schief. Schmid beteiligte sich an der deutschen UMTS-Auktion und plante das erste Mal, in großem Umfang eigene Kapazitäten aufzubauen. Dazu fehlte ihm aber das Geld. Und sein Partner France Télécom, selbst arg bedrängt und zunehmend entnervt von Schmids Geschäftsgebaren, weigerte sich zu bezahlen. Am Ende dieses Jahres ist klar: Mobilcom hat nur eine Zukunft ohne Schmid. Schmid musste sein Unternehmen verlassen, seine Anteile einem Treuhänder übergeben.

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